Globaler Windenergie-Ausbau erreicht 2025 neuen Rekord
Die Windenergie erreichte 2025 weltweit einen Rekordzubau von 165 GW. Erfahren Sie mehr über Kapazitäten, die Dominanz Chinas und die Trends für 2026.

Die weltweite Windenergiebranche verzeichnete im Jahr 2025 ein historisches Rekordjahr. Wie aktuelle Daten des Global Wind Energy Council (GWEC) belegen, wurden weltweit rund 165 Gigawatt (GW) an neuer Windenergieleistung in Betrieb genommen. Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Die kumulierte weltweit installierte Leistung kletterte damit auf circa 1.299 GW.
China als dominierende Kraft im globalen Markt
Der globale Ausbau ist derzeit stark auf wenige Akteure konzentriert. An der Spitze steht China, das im Jahr 2025 rund 120,5 GW an neuer Kapazität zubrachte. Dies macht etwa 73 Prozent der weltweiten Neuinstallationen aus. Mit großem Abstand folgen die USA mit 6,9 GW und Indien mit 6,3 GW. Deutschland belegt mit einem Zubau von 5,7 GW den vierten Platz weltweit und untermauert damit seine Rolle als bedeutendster Windenergiemarkt innerhalb Europas.
Europäischer Markt und technologische Entwicklungen
Europa verfügt inzwischen über eine installierte Kapazität von über 300 GW. Im Jahr 2025 kamen auf dem Kontinent rund 19,1 GW hinzu. Auch im ersten Halbjahr 2026 setzte sich der Aufwärtstrend in Europa fort, wobei der Zubau um fast 33 Prozent höher lag als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während Onshore-Windparks weiterhin das Fundament der weltweiten Stromerzeugung aus Windkraft bilden, gewinnt die Offshore-Windenergie aufgrund ihres hohen Potenzials für große Energiemengen zunehmend an Bedeutung. Die globale Offshore-Leistung nähert sich der 100-GW-Marke.
Herausforderungen für die Energiewende
Der massive Zubau von Windkraftanlagen bringt den Bedarf an Infrastrukturanpassungen in den Fokus. Die Integration der volatilen Windstromerzeugung in die Strommärkte erfordert den beschleunigten Ausbau von Stromnetzen, Speicherkapazitäten und flexiblen Kraftwerkslösungen. Insbesondere in Regionen mit einem sehr schnellen Kapazitätsaufbau, wie in China, zeigen sich bereits Engpässe, die die Nutzung des erzeugten Stroms zeitweise einschränken. Die Branche sieht für 2026 und darüber hinaus eine Fortsetzung des Wachstumskurses, macht den Erfolg jedoch maßgeblich von stabilen Lieferketten, einer schnelleren Genehmigungspraxis und der effektiven Einbindung in die nationalen Stromnetze abhängig.