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Grüne kritisieren staatliche Gaseinspeicherung als teure Notlösung

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge warnt nach staatlicher Gaseinspeicherung vor höheren Preisen für Verbraucher und fordert einen schnelleren Ausstieg aus Gas.
Grüne kritisieren staatliche Gaseinspeicherung als teure Notlösung

Die jüngste Anweisung der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche an das bundeseigene Energieunternehmen Sefe, verstärkt Erdgas für den kommenden Winter einzuspeichern, sorgt für politische Diskussionen. Die Fraktionschefin der Grünen, Katharina Dröge, warnte in der Rheinischen Post vor den finanziellen Folgen dieser Maßnahme für alle Gaskunden in Deutschland.

Kritik an der bisherigen Energiestrategie

Dröge bemängelte, dass die Risiken für die Gasversorgung bereits seit Beginn des Iran-Konflikts im Februar absehbar gewesen seien. Sie warf der Bundeswirtschaftsministerin vor, Warnsignale ignoriert und das Land in eine energiepolitische Sackgasse geführt zu haben. Nach Ansicht der Grünen-Politikerin resultiert aus dieser Versäumnis nun die Notwendigkeit, zu hohen Marktpreisen Gas einzukaufen. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten müssten letztlich von den Verbrauchern getragen werden.

Forderung nach strukturellem Wandel statt fossiler Sicherung

Statt auf kurzfristige staatliche Interventionen zur Aufstockung der Gasspeicher zu setzen, forderte Dröge eine grundlegend andere Strategie. Ziel müsse es sein, den Menschen den Ausstieg aus der Nutzung von teurem Gas zu ermöglichen. Eine solche Transformation sei notwendig, um die Abhängigkeit von internationalen Importen zu beenden und die Versorgungssicherheit ohne die jährliche Sorge vor Gasmangel dauerhaft zu gewährleisten. Die aktuelle Vorgehensweise zementiere hingegen die Abhängigkeit von ausländischen Gaslieferungen, so die Kritik.

Quelle: HalleON

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