Die Glenfarne Group, als Mehrheitseigentümer und führender Entwickler des Alaska-LNG-Projekts, hat eine bedeutende internationale Finanzierungsoffensive für die Infrastrukturmaßnahme bekannt gegeben. Wie das Unternehmen mitteilte, unterstützt eine südkoreanische Investition in Höhe von über 50 Milliarden US-Dollar die weitere Entwicklung des Projekts. Die Kapitalzusage stellt einen entscheidenden Meilenstein dar, um das Vorhaben in die Phase der finalen Investitionsentscheidung (FID) und den anschließenden Bau zu überführen.
Projektumfang und Infrastruktur
Das Alaska-LNG-Projekt umfasst den Bau einer rund 807 Meilen langen Pipeline mit einem Durchmesser von 42 Zoll, die Erdgas von der North Slope Alaskas zu einem Exportterminal transportiert. Das Terminal ist in Nikiski, Alaska, geplant und soll eine jährliche Kapazität von 20 Millionen Tonnen (MTPA) Flüssigerdgas erreichen. Neben der Exportinfrastruktur beinhaltet der Projektplan eine Gaskonditionierungsanlage auf der North Slope, um die heimische Gasversorgung Alaskas zu sichern und gleichzeitig den Export zu ermöglichen.
Strategische Fortschritte und nächste Schritte
Seit der Übernahme der Federführung im März 2025 hat Glenfarne nach eigenen Angaben die kommerzielle und technische Basis für das Projekt in 18 Monaten substanziell weiterentwickelt. Bisher wurden vertragliche Vereinbarungen für eine Abnahmemenge von 13 Millionen Tonnen LNG pro Jahr unterzeichnet. Angestrebt werden insgesamt 16 Millionen Tonnen für die finale Investitionsentscheidung. Glenfarne plant, gemeinsam mit den US-amerikanischen und südkoreanischen Behörden die genaue Investitionsstruktur zu finalisieren, um die verbleibenden Voraussetzungen für den Baubeginn zu erfüllen. Das Unternehmen hält derzeit 75 Prozent an Alaska LNG, während die staatliche Alaska Gasline Development Corporation die restlichen 25 Prozent besitzt.
