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Indiens Photovoltaik-Kapazität steigt auf über 164 Gigawatt

Indien erreicht Ende Juli 2026 über 164 GW Solarleistung. In den ersten sieben Monaten wurden knapp 29 GW neu an das Stromnetz angeschlossen.

SolarQuarter

Indien setzt seinen dynamischen Ausbau der Solarenergie weiter fort und festigt damit die Rolle der Photovoltaik als zentralem Pfeiler der nationalen Energiewende. Nach aktuellen Daten des indischen Ministeriums für neue und erneuerbare Energien (MNRE) überschritt die installierte Photovoltaik-Gesamtkapazität Ende Juli 2026 die Marke von 164 Gigawatt. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden fast 29 Gigawatt neu an das Netz angeschlossen.

Starker Zubau in allen Marktsegmenten

Im Juli 2026 verzeichnete Indien einen Zubau von rund 2.442,75 Megawatt an neuer Solarleistung. Damit summierten sich die Neuinstallationen in den ersten sieben Monaten des Jahres auf rund 28,78 Gigawatt. Zum 31. Juli 2026 lag die Gesamtkapazität der Solarenergie bei exakt 164,59 Gigawatt.

Freiflächenanlagen bilden mit 122,57 Gigawatt weiterhin das Fundament der indischen Solarinfrastruktur. Netzgekoppelte Dachanlagen erreichten eine Kapazität von 30,74 Gigawatt. Darüber hinaus entfallen 4,77 Gigawatt auf den Solaranteil in Hybridprojekten sowie 6,51 Gigawatt auf netzunabhängige Off-Grid-Systeme.

Förderprogramme treiben Solarausbau auf Wohngebäuden

Besondere Dynamik zeigt sich derzeit im Bereich der Dachanlagen für Privathaushalte sowie Gewerbe- und Industriebetriebe. Im Rahmen des staatlichen Förderprogramms PM Surya Ghar: Muft Bijli Yojana wurden bis zum 22. Juli 2026 mehr als 3,97 Millionen Solaranlagen auf Dächern installiert. Von diesem Programm profitierten laut Ministeriumsangaben bereits mehr als 4,8 Millionen Haushalte. Höhere staatliche Zuschüsse und zinsgünstige Kredite beschleunigen den Zubau im Wohnbereich deutlich.

Regulatorische Vorgaben für heimische Modulhersteller

Neben dem physischen Kapazitätsaufbau prägen regulatorische Entscheidungen zur Stärkung der einheimischen Fertigung den Markt. Das MNRE aktualisierte am 6. Juli die sogenannte ALMM-Liste I für Photovoltaikmodule und veröffentlichte am 22. Juli die achte Überarbeitung der Liste II für Solarzellen. Beide Verzeichnisse legen fest, welche zertifizierten Hersteller und Komponenten für geförderte Projekte zugelassen sind. Für bestimmte Netzmessungs- und Open-Access-Projekte gilt im Rahmen der Liste II eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2026.

Entwicklungschancen und Herausforderungen im zweiten Halbjahr

Die Aktualisierungen der Herstellerlisten beeinflussen Beschaffungs- und Inbetriebnahmeentscheidungen der Projektentwickler direkt. Gleichzeitig hängen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen künftiger Solarprojekte von globalen Lieferketten, Wechselkursschwankungen und internationalen Modulpreisen ab. Gelingt eine reibungslose Projektausführung in den verbleibenden Monaten, könnte Indien im Jahr 2026 einen neuen Ausbaurekord verzeichnen.

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