Installation aller Anlagen im Offshore-Windpark He Dreiht abgeschlossen
Der Offshore-Windpark He Dreiht hat die Installation aller 64 Anlagen abgeschlossen. Mit 960 MW Leistung soll das Projekt ab Spätsommer 2026 Strom liefern.

Beim Offshore-Windpark He Dreiht, einem der bedeutendsten Energieprojekte in Deutschland, ist die Installation sämtlicher Windkraftanlagen erfolgreich beendet worden. Insgesamt wurden 64 Anlagen des Herstellers Vestas montiert, die jeweils über eine Leistung von 15 Megawatt verfügen. Das Projekt wird rund 85 Kilometer nordwestlich von Borkum und 110 Kilometer westlich von Helgoland realisiert.
Technischer Fortschritt und Inbetriebnahme
Nach dem Abschluss der Montagearbeiten konzentriert sich die EnBW nun auf die weiteren technischen und elektrischen Schritte zur Inbetriebnahme. Obwohl bereits der Großteil der Anlagen installiert ist, untersucht der Hersteller Vestas derzeit noch einen Schaden, der Ende Juli an einem Rotorblatt aufgetreten war. Die vollständige Inbetriebnahme des Windparks ist nach aktuellem Planungsstand für den Spätsommer 2026 vorgesehen. Mit einer Gesamtleistung von 960 Megawatt soll der Windpark rechnerisch den Strombedarf von rund 1,1 Millionen Haushalten decken.
Finanzierung und Projektstruktur
Das Großprojekt He Dreiht kommt nach Unternehmensangaben ohne staatliche Förderung aus und umfasst eine Investitionssumme von etwa 2,4 Milliarden Euro. Die Koordination erfolgt über das Hamburger Offshore-Büro der EnBW. Die Eigentümerstruktur ist diversifiziert: Neben der EnBW hält ein Konsortium bestehend aus Allianz Global Investors, AIP Management und Norges Bank Investment Management einen Anteil von 49,9 Prozent am Projekt.
Stromabnahme und strategische Bedeutung
Die Vermarktung des produzierten Stroms ist weitgehend über langfristige Stromabnahmeverträge gesichert. Für die noch nicht vertraglich gebundenen Mengen befindet sich der Energieversorger in weiteren Verhandlungen mit potenziellen Abnehmern. Laut EnBW leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Dekarbonisierung des deutschen Stromsystems, indem es als heimische, erneuerbare Energiequelle große Mengen Strom bereitstellt.