Installationsphase für Offshore-Windpark He Dreiht abgeschlossen
Alle 64 Windkraftanlagen des Offshore-Windparks He Dreiht wurden installiert. Der 960-MW-Park soll ab Spätsommer 2026 Strom für 1,1 Millionen Haushalte liefern.

Der Offshore-Windpark He Dreiht in der Nordsee ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Wie der Betreiber EnBW mitteilte, ist die Installation aller 64 geplanten Windkraftanlagen nun abgeschlossen. Das Projekt, das etwa 85 Kilometer nordwestlich von Borkum und 110 Kilometer westlich von Helgoland liegt, soll nach seiner vollständigen Inbetriebnahme die Position als leistungsstärkster Offshore-Windpark Deutschlands einnehmen. Mit einer installierten Kapazität von 960 Megawatt wird der Park rechnerisch etwa 1,1 Millionen Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen können.
Technische Details zur Anlagentechnik
Beim Bau des Windparks kommt modernste Anlagentechnik zum Einsatz. Die installierten Turbinen des Herstellers Vestas vom Typ V236-15.0 verfügen jeweils über eine Nennleistung von 15 Megawatt. Sie zeichnen sich durch einen Rotordurchmesser von 236 Metern und eine Nabenhöhe von 142 Metern aus. Im Vergleich zu älteren Offshore-Anlagen in deutschen Gewässern, die im Schnitt über eine Leistung von 5,6 Megawatt verfügen, markieren diese Anlagen einen deutlichen Effizienzsprung im Bereich der Offshore-Windenergienutzung. Die Anbindung an das deutsche Stromnetz erfolgt über das System BorWin5, bei dem der auf See erzeugte Wechselstrom auf einer Konverterplattform in Gleichstrom umgewandelt und über Hochspannungskabel ans Festland übertragen wird.
Aktueller Stand der Inbetriebnahme und Herausforderungen
Obwohl die physische Installation der Anlagen abgeschlossen ist, folgen in den kommenden Wochen noch umfangreiche technische und elektrische Inbetriebnahmearbeiten, um die volle Betriebsbereitschaft bis zum Spätsommer 2026 zu gewährleisten. Ein nicht vollständig reibungsloser Ablauf ergibt sich jedoch aus einem Schaden, der Ende Juli an einem Rotorblatt festgestellt wurde. Der Hersteller Vestas führt derzeit Untersuchungen durch, um Ursache und Ausmaß zu klären. Details zu möglichen Auswirkungen auf den Zeitplan wurden bislang nicht kommuniziert.