Nvidia plant strategische Investition in SoftBank-Tochter SB Energy
Nvidia plant 3-Milliarden-Dollar-Investition in SoftBank-Tochter SB Energy, um die Energieinfrastruktur für ein 10-Gigawatt-KI-Rechenzentrum zu sichern.

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Nvidia plant nach Medienberichten eine strategische Investition in das Unternehmen SB Energy, eine Tochtergesellschaft der SoftBank Group. Das Vorhaben umfasst ein Volumen von bis zu 3 Milliarden US-Dollar und dient dazu, den Aufbau einer massiven Rechenkapazität für Künstliche Intelligenz abzusichern. Das Projekt sieht die Errichtung eines Rechenzentrums im US-Bundesstaat Ohio vor, das in seiner Endausbaustufe eine Leistung von 10 Gigawatt bereitstellen soll.
SB Energy übernimmt bei diesem Vorhaben die zentrale Rolle als Entwickler für die erforderliche Energieinfrastruktur. Hierzu gehören neben der Stromerzeugung insbesondere Batteriespeichersysteme, die für die Versorgungssicherheit und Stabilität des energieintensiven Rechenzentrums essenziell sind. Die Investition ist in zwei Phasen unterteilt: Eine erste Tranche von 1,5 Milliarden US-Dollar ist für den Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung vorgesehen, während die verbleibende Summe im Zuge eines geplanten Börsengangs (IPO) von SB Energy investiert werden soll. Für den Börsengang, der bereits für September angestrebt wird, wird eine Unternehmensbewertung von mindestens 5 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Das Investment steht im Kontext eines größeren Finanzierungskonzepts, das Kreditunterstützungen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar vorsieht. In diesem Zuge hat Nvidia seine eigenen Garantiezusagen für solche Großprojekte im Energiebereich von ehemals 250 Milliarden US-Dollar auf aktuell weniger als 120 Milliarden US-Dollar angepasst.
Für die SoftBank Group stellt die potenzielle Partnerschaft eine Möglichkeit dar, die Finanzierung und Umsetzung ihrer auf erneuerbare Energien ausgerichteten Sparte zu forcieren. Während SB Energy eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung nachhaltiger Energielösungen für den boomenden Sektor der Künstlichen Intelligenz spielt, hat der Mutterkonzern zuletzt eine strategische Umschichtung seines Portfolios vorgenommen. Dazu gehört die deutliche Reduktion der Beteiligung am Halbleiterhersteller TSMC, zugunsten einer stärkeren Konzentration auf Infrastruktur- und Technologiewerte.
Eine offizielle Bestätigung der endgültigen vertraglichen Vereinbarungen steht derzeit noch aus.