Pfisterer verzeichnet starkes Umsatzwachstum und erweitert Produktionskapazitäten für Energietechnik
Pfisterer steigert Umsatz um 26,7 Prozent im Q1 und baut Produktionskapazitäten für Energietechnik und Offshore-Windparks in Tschechien massiv aus.

Der Energietechnik-Spezialist Pfisterer blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal des laufenden Jahres zurück. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 126,9 Millionen Euro, was einem Anstieg von 26,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv: Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 32,1 Prozent auf 27,7 Millionen Euro, was einer Marge von 21,8 Prozent entspricht. Der Nettogewinn stieg deutlich um 57,7 Prozent auf 18,5 Millionen Euro.
Verdreifachung der Produktionskapazitäten in Tschechien
Um der wachsenden Nachfrage nach Lösungen für die Energieinfrastruktur gerecht zu werden, investiert das Unternehmen massiv in seine Fertigungskapazitäten. Durch den Zukauf von rund 46.000 Quadratmetern Industriefläche in Kadaň, Tschechien, sowie die Nutzung bereits bestehender Flächen im Gewerbepark Královský Vrch, plant Pfisterer eine Verdreifachung seiner Produktionskapazitäten an diesem Standort. Kurzfristig ermöglichen die Zukäufe eine Erweiterung der Nutzfläche um 5.000 Quadratmeter, gefolgt von der geplanten Errichtung weiterer Produktionshallen.
Technologische Innovationen und Großprojekte der Energiewende
Ein wesentlicher Treiber des Geschäftserfolgs ist die technologische Entwicklung. Anfang Juni erhielt das Unternehmen ein Patent für eine spezielle HVDC-Steckverbinder-Technologie (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung). Diese ist auf die Anforderungen von Konverterstationen und Freiluftendverschlüssen spezialisiert. Im Projektgeschäft unterstreicht die Beteiligung an den Offshore-Windparks Nordlicht I und II die Bedeutung von Pfisterer für die deutsche Energiewende. Das Unternehmen liefert hierfür die elektrische Anschlusstechnik, die eine sichere Verbindung zwischen den Windturbinen und dem Seekabelnetz herstellt.
Ausblick auf das Gesamtjahr
Zum Ende des ersten Quartals am 31. März wies das Unternehmen einen Auftragsbestand von 335,8 Millionen Euro aus. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum von mindestens 12 Prozent. Die finanzielle Basis wird als solide bewertet, mit einer Eigenkapitalquote von 57,8 Prozent zum Jahreswechsel. Die Aktionäre bestätigten die Wachstumsstrategie auf der Hauptversammlung im Juni und beschlossen eine Dividende von 0,85 Euro pro Aktie.