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PV-Zubau im ersten Halbjahr 2026: Verschiebung zu Großanlagen bietet Chancen für Unternehmen

PV-Zubau erreicht H1 2026 7,4 GW. Während Großanlagen wachsen, schwächelt das Gewerbesegment. Unternehmen profitieren nun von günstigen Bedingungen.

Cornelius Ober GmbH

Der deutsche Photovoltaik-Markt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Netto-Zubau von rund 7.394 Megawatt, was einem Wachstum von knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz dieser insgesamt positiven Bilanz, die primär auf Sondereffekte wie Vorzieheffekte vor geplanten Förderkürzungen zurückzuführen ist, zeigt sich eine deutliche Verschiebung in der Marktstruktur: Großflächige Freiflächenanlagen dominieren das Wachstum, während der Zubau bei Dachanlagen im Gewerbesegment bis 750 Kilowatt unter Druck gerät.

Wie verteilt sich der aktuelle Zubau?

Die aktuelle Auswertung der Bundesnetzagentur verdeutlicht das Ungleichgewicht: Während etwa 1.002 neue Freiflächenanlagen rund 4.010 Megawatt zur Gesamtleistung beisteuerten, kamen die rund 185.000 neu installierten Dachanlagen lediglich auf 3.186 Megawatt. Besonders in den Segmenten zwischen 30 und 750 Kilowatt registrierte der Dienstleister EWS einen Rückgang der Neuregistrierungen um 18 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung betrifft insbesondere typische gewerbliche Dachflächen.

Warum stellt das aktuelle Marktumfeld eine Chance für Gewerbebetriebe dar?

Experten sehen in der derzeitigen Zurückhaltung im Gewerbesegment ein strategisches Zeitfenster für Unternehmen. Anlagen, die den Strom primär für den Eigenverbrauch produzieren, sind von der beschlossenen EEG-Novelle weniger stark betroffen als reine Volleinspeiser. Zudem ermöglicht der geringe aktuelle Wettbewerb bei PV-Dach-Ausschreibungen attraktive Zuschlagbedingungen für Firmendächer. In Verbindung mit Gewerbespeichern können Betriebe zudem negative Strompreise und Lastspitzen effizienter bewirtschaften.

Worauf sollten Entscheider jetzt achten?

Vor dem für 2027 angekündigten Systemwechsel und den damit verbundenen, potenziell raueren Rahmenbedingungen empfiehlt es sich, die Wirtschaftlichkeit und den Netzanschluss für geplante Anlagen auf Gewerbe- oder kommunalen Flächen zeitnah prüfen zu lassen. Eine unabhängige Energieberatung kann dabei unterstützen, die Auslegung optimal auf den Eigenbedarf abzustimmen. Zudem lässt sich durch langfristige Lieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), zusätzliche Planungssicherheit für Solarenergieprojekte gewinnen.

Quelle: https://www.c-ober.de/blog/pv-zubau-halbjahresbilanz-2026-gewerbedach/

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