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Südkoreanisches Landwirtschaftsministerium lehnt Pflichtvorgaben für Erneuerbare Energien ab

Südkorea: Landwirtschaftsministerium kritisiert Pflichtvorgaben für Erneuerbare Energien bei Wasserbehörde aufgrund von Finanzrisiken.
Südkoreanisches Landwirtschaftsministerium lehnt Pflichtvorgaben für Erneuerbare Energien ab

Das südkoreanische Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten hat offiziell Bedenken gegen einen Entwurf des Klimaministeriums geäußert. Der strittige Punkt ist eine geplante Regelung, die die Korea Rural Community Corporation als verpflichtenden Anbieter für erneuerbare Energien einstufen könnte. Das Landwirtschaftsministerium argumentiert, dass die Zuweisung von Stromerzeugungszielen nicht mit der primären Mission der Behörde vereinbar sei, die in der sicheren Versorgung mit landwirtschaftlichem Wasser sowie der Instandhaltung von Bewässerungsanlagen besteht.

Der Konflikt entzündet sich an geplanten Änderungen der untergeordneten Vorschriften zum Gesetz über erneuerbare Energien, das im Januar in eine neue Phase tritt. Anstelle des bisherigen Quotensystems für erneuerbare Energien soll dann ein wettbewerbsbasiertes Marktsystem mit langfristigen Festpreisverträgen treten. Der Entwurf sieht vor, dass öffentliche Institutionen, die als Stromerzeuger fungieren und eine Kapazität von mindestens 100 Megawatt halten, zu einer Ausbaupflicht verpflichtet werden können. Die staatliche Korea Rural Community Corporation hält derzeit Anlagen mit einer Kapazität von 165 Megawatt.

Die Sorge vor finanziellen Belastungen steht im Zentrum der Kritik. Sollte die Institution als verpflichteter Anbieter eingestuft werden, müsste sie jährlich ein staatlich vorgegebenes Volumen an Kapazität neu installieren oder durch Investitionen sichern. Bei Nichterfüllung drohen der Gesellschaft erhebliche Sanktionen. Schätzungen gehen bei einer angenommenen Verpflichtung von einem Gigawatt jährlich im Falle einer Nichterfüllung von drohenden Strafzahlungen in Höhe von rund 1,3 Billionen Won, umgerechnet etwa 880 Millionen US-Dollar, aus.

Die Korea Rural Community Corporation hatte in den vergangenen Jahren ihr Engagement im Bereich Erneuerbare Energien gezielt ausgebaut, um die Finanzierung der Wasserinfrastruktur zu stützen. Bis 2025 wurden bereits 306 Megawatt entwickelt, wovon 165 Megawatt im eigenen Bestand gehalten werden. Ein Ziel von drei Gigawatt bis 2030 war ursprünglich vorgesehen. Nun besteht jedoch die Sorge, dass eine für die Infrastrukturfinanzierung konzipierte Strategie zu einem Instrument für nationale Ausbauziele umgewandelt wird. Die zuständigen Ministerien befinden sich derzeit in Konsultationen, um über die endgültige regulatorische Ausgestaltung zu entscheiden.

Quelle: Seoul Economic Daily

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