top of page

Siemens Energy: Windkraft-Tochter Siemens Gamesa gelingt erstes positives Quartalsergebnis seit 2022

Siemens Gamesa verzeichnet im Q3 ein positives EBITA von 75 Mio. Euro. Siemens Energy treibt die Marke Omterra voran und bestätigt seine Jahresprognose.

kapitalmarktexperten.de

Siemens Energy verzeichnet im dritten Geschäftsquartal eine deutliche operative Erholung, maßgeblich angetrieben durch die Ertragswende bei der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa. Nach einer längeren Verlustphase erwirtschaftete die Windsparte erstmals wieder einen positiven Ergebnisbeitrag, während der Gesamtkonzern seinen Nettogewinn kräftig steigern konnte. Parallel dazu bereitet das Unternehmen strategische Weichenstellungen und einen umfassenden Markenwechsel vor.

Erste schwarze Zahlen bei Siemens Gamesa

Die Windkraftsparte Siemens Gamesa erzielte im dritten Geschäftsquartal zum 30. Juni ein EBITA von 75 Millionen Euro. Dies stellt das erste positive Quartalsergebnis der Sparte seit dem Geschäftsjahr 2022 dar. Auf Konzernebene stieg der Nettogewinn von Siemens Energy von 697 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,19 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 11,45 Milliarden Euro. Das Management bestätigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr mit einem erwarteten Jahresüberschuss von rund vier Milliarden Euro sowie einer EBITA-Marge am oberen Ende des Zielkorridors von 10 bis 12 Prozent.

Geplante Dachmarke Omterra und Debatte im Aufsichtsrat

Neben den Finanzzahlen steht eine Neuausrichtung des Markenauftritts im Fokus. Siemens Energy plant, die Hauptgesellschaft sowie Siemens Gamesa künftig unter der gemeinsamen Dachmarke Omterra zusammenzuführen. Gleichzeitig sorgen strategische Diskussionen über die Konzernstruktur für interne Meinungsverschiedenheiten. Unter dem Projektnamen Project Voyager wird eine mögliche Abspaltung der Sparte Transformation of Industry erörtert. Im Aufsichtsrat gibt es Bedenken, dass dieser Schritt den Einstieg in eine weitergehende Zerschlagung bedeuten könnte. Eine Aufsichtsratssitzung am 25. August soll hierzu weitere Klarheit bringen.

Aktienrückkäufe und Marktumfeld

Begleitend zu den operativen Ergebnissen setzt Siemens Energy sein Aktienrückkaufprogramm fort. In der ersten Augustwoche erwarb der Konzern 694.400 eigene Aktien, womit sich das Rückkaufvolumen auf knapp sechs Millionen Anteile summiert. Analysten verweisen auf die anhaltende Nachfrage im Geschäft mit Rechenzentren sowie eine verbesserte Preise-Kosten-Relation. Gleichzeitig werden Marktbedingungen wie der Fachkräftemangel beim Ausbau von Rechenzentren in den USA hervorgehoben, was künftig eine stärkere Modularisierung in der Fertigung erfordern könnte.

bottom of page