Siemens Energy vor strategischer Neuausrichtung: Aufsichtsrat berät über Abspaltung
Siemens Energy prüft eine mögliche Abspaltung einer Sparte. Der Aufsichtsrat berät am 25. August über die Strategie und den Wandel zur neuen Marke Omterra.

Siemens Energy steht vor einer richtungsweisenden Phase im laufenden Geschäftsjahr. Für den 25. August ist eine Sitzung des Aufsichtsrats angesetzt, bei der eine mögliche Abspaltung einer der Unternehmenssparten auf der Tagesordnung steht. Dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der sich der Konzern in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet.
Integration unter neuem Markendach
Neben der geplanten Portfolio-Neustrukturierung arbeitet das Unternehmen intensiv am Übergang zu einem einheitlichen Auftritt. Die bisher unter Siemens Energy und Siemens Gamesa Renewable Energy geführten Einheiten sollen künftig unter der neuen Marke Omterra gebündelt werden. Der entsprechende Rebranding-Prozess ist für das weitere Kalenderjahr vorgesehen und soll schrittweise umgesetzt werden. Ob die im Aufsichtsrat diskutierte Abspaltung in einem direkten Zusammenhang mit dieser Markenführung steht, bleibt derzeit offiziell offen.
Starkes operatives Ergebnis als Basis
Die strategischen Überlegungen finden vor dem Hintergrund eines operativ erfolgreichen dritten Quartals des Geschäftsjahres 2026 statt. Der Konzern konnte bei den Kennzahlen für Aufträge, Umsatz und Rentabilität Rekordwerte erzielen. Besonders hervorzuheben ist dabei der währungs- und portfoliobereinigte Umsatzanstieg von 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro sowie ein Auftragsbestand in Höhe von 162 Milliarden Euro. Die Book-to-Bill-Ratio, ein Indikator für das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, lag bei 1,57.
Turnaround bei der Windkraft-Sparte
Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 meldete die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa ein positives Ergebnis. Das Unternehmen sieht sich damit auf einem guten Weg, im laufenden Geschäftsjahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Die Ratingagentur Moody's bestätigte im Juni den positiven Ausblick für den Zeitraum 2026 bis 2028, gestützt auf die Erwartung einer Betriebsgewinnmarge von mindestens 10 Prozent und eine gleichzeitig niedrige Verschuldung des Gesamtkonzerns.