Solarausschreibungen 2025: Starker Wettbewerb und gestiegene Zuschlagswerte
Ausschreibungen für PV-Freiflächen 2025: 7.251 Megawatt bezuschlagt. Steigende Gebotswerte durch Netzkosten und Rechtsunsicherheit trotz hoher Überzeichnung.

Die Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen waren im Jahr 2025 in Deutschland erneut stark umkämpft. Laut einer aktuellen Analyse der Fachagentur Wind und Solar waren sämtliche Runden des ersten Segments überzeichnet. Insgesamt wurden im Jahresverlauf 7.251 Megawatt bezuschlagt, wobei die durchschnittlichen Zuschlagswerte leicht von 4,66 auf 5,00 Cent pro Kilowattstunde stiegen.
Warum steigen die Zuschlagswerte trotz des hohen Wettbewerbs?
Die Entwicklung der Zuschlagswerte ist ein Kontrast zum langjährigen Trend sinkender Systemkosten, die zuvor maßgeblich für niedrigere Gebotspreise sorgten. Nach Einschätzung der Fachagentur Wind und Solar werden die Gebotswerte aktuell zunehmend von externen Faktoren beeinflusst, allen voran von gestiegenen Kosten für den Netzanschluss. Zusätzlich führen rechtliche Unsicherheiten hinsichtlich künftiger Anpassungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und im sogenannten Netzpaket zu Risikoaufschlägen bei der Projektkalkulation, was eine Konzentration der Zuschläge im oberen Bereich der Spanne zur Folge hat.
Welche Anlagentypen und Regionen sind besonders aktiv?
Bei der Projektgröße etablierten sich Anlagen zwischen zwei und zehn Megawatt als dominantes Segment, wobei Projekte im Bereich von zehn bis 20 Megawatt an Bedeutung gewannen. Der gewichtete Durchschnitt lag bei rund neun Megawatt. Ein deutliches Wachstum verzeichneten zudem besondere Solaranlagen: Für Agri-, Moor- oder Floating-Photovoltaik wurden 2025 insgesamt 513 Megawatt bezuschlagt, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 145 Megawatt aus dem Jahr 2023 darstellt. Regional betrachtet führt Bayern mit einem Anteil von 30,3 Prozent (2.197 Megawatt) das Feld an, gefolgt von Brandenburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.
Wie steht es um die Ausbauziele?
Um das politische Ziel von 215 Gigawatt installierter Solarleistung bis 2030 zu erreichen, ist nach Angaben der Fachagentur Wind und Solar ein jährlicher Zubau von 18 bis 20 Gigawatt erforderlich. Ende 2025 lag die installierte Leistung bei 117,8 Gigawatt. Die Analyse verdeutlicht, dass ein starker Wettbewerb allein nicht ausreicht, um dieses Ziel zu verwirklichen. Stabile Rahmenbedingungen, insbesondere in Bezug auf die Netzanschlusssituation, werden als entscheidende Faktoren für die weitere Entwicklung eingestuft. Weitere Einzelheiten zur methodischen Vorgehensweise der Analyse gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Quelle: https://www.photovoltaik.eu/foerderung/7250-megawatt-erhalten-zuschlag-bei-solarausschreibungen