Spannungen um Straße von Hormus: US-Präsident Trump erhebt Kontrollanspruch
US-Präsident Trump beansprucht Kontrolle über die Straße von Hormus. Die Rhetorik belastet die Energiemärkte und verschärft die Spannungen mit dem Iran.

Die geopolitischen Spannungen in der Golfregion haben sich durch neue Äußerungen von US-Präsident Donald Trump verschärft. In einer Rede in South Carolina erklärte Trump, er betrachte die Straße von Hormus derzeit als amerikanisches Territorium. Zuvor hatte er bereits erklärt, die USA übten die vollständige Kontrolle über die Region aus, was er im Kontext einer gegen Iran gerichteten Blockade darstellte.
Bedeutung für die globalen Energiemärkte
Die Straße von Hormus gilt als eine der weltweit bedeutendsten maritimen Engstellen für die Versorgung mit fossilen Energieträgern. Ein Großteil der globalen Öl- und Gasexporte aus der Golfregion wird durch diese Wasserstraße transportiert. Jegliche Störung oder Unterbrechung des Schiffsverkehrs in diesem Gebiet birgt das Risiko erheblicher Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit sowie auf die weltweiten Energiepreise.
Reaktionen der iranischen Führung
Die Äußerungen stießen in Teheran auf deutlichen Widerspruch. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi bezeichnete den Anspruch als Wahnvorstellung. Zudem betonte der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, dass die Wiederöffnung der Wasserstraße an konkrete Bedingungen geknüpft sei. Hierzu zählen unter anderem die Aufhebung der verhängten Blockaden, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie eine deutliche Lockerung der Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie.
Forderung nach atomarem Verzicht
Neben dem maritimen Konflikt betonte Trump die Notwendigkeit, Iran dauerhaft am Erwerb von Nuklearwaffen zu hindern. Der US-Präsident bekräftigte, dass die USA bereits Maßnahmen ergriffen hätten, um dies zu verhindern. Die aktuelle rhetorische Auseinandersetzung findet vor dem Hintergrund einer verschärften US-Sanktionspolitik statt, die auch Länder warnt, die Iran wirtschaftlich oder finanziell unterstützen.