Swissolar fordert regulatorische Anpassungen für Schweizer Photovoltaik- und Speichermarkt
Swissolar fordert einfachere Eigenverbrauchsmodelle und höhere Förderungen, um den PV-Ausbau in der Schweiz zu beschleunigen und Klimaziele 2050 zu sichern.

Der Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz verläuft stetig, droht jedoch hinter die für das Jahr 2050 gesteckten Ziele zurückzufallen. Nach Einschätzungen von Swissolar stagniert das Zubautempo in diesem Jahr auf dem Niveau von 2025. Um die notwendige Dynamik für die Energiewende zurückzugewinnen, fordert der Branchenverband gezielte Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Solaranlagen und Stromspeicher.
Was muss sich aus Sicht des Verbands ändern?
Swissolar identifiziert Optimierungspotenziale insbesondere bei den Modellen zur gemeinschaftlichen Nutzung von Solarstrom, wie etwa den Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV) und den lokalen Energiegemeinschaften (LEG). Ein kritischer Punkt sind die Netznutzungsentgelte. Der Verband schlägt vor, die Rabatte bei Nutzung einer Netzebene von derzeit 40 auf 60 Prozent anzuheben. Bei der Nutzung mehrerer Netzebenen soll der Rabatt von 20 auf 40 Prozent steigen. Zusätzlich wird die Forderung laut, den Stromhandel zwischen den Netzebenen 5 und 7 zu erleichtern, um die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte zu erhöhen.
Warum ist eine höhere Förderung für Investoren wichtig?
Die für April 2027 geplante Neuregelung der Abnahmevergütung sorgt laut Swissolar bei Investoren und Anlagenbetreibern für Verunsicherung, da die künftige Vergütung auf dem variablen Marktpreis pro Stunde basieren soll. Um diese Unsicherheit zu kompensieren und neue Investitionsanreize zu setzen, fordert der Verband eine stärkere Anhebung der Einmalvergütung, als vom Bundesrat bisher vorgeschlagen. Durch einen höheren Investitionszuschuss könnten Solaranlagen unabhängiger von der reinen Stromvergütung betrieben werden. Damit reagiert der Verband auch auf die veränderten Marktbedingungen, bei denen die Solarstromproduktion vermehrt zu niedrigen Börsenpreisen zur Mittagszeit führt, während Speicherlösungen für eine marktdienliche Einspeisung an Bedeutung gewinnen.
Wie ist die aktuelle politische Lage?
Swissolar appelliert an Bundesrat Albert Rösti sowie an das Parlament, entsprechende Vorstöße zeitnah umzusetzen. Weitere Einzelheiten zur zeitlichen Planung oder Details aus den laufenden parlamentarischen Beratungen gehen aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.
Quelle: https://www.photovoltaik.eu/installation/swissolar-fordert-regeln-fuer-photovoltaik-und-speicher-verbessern