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Türkei verzeichnet weltweit schnellstes Wachstum bei der Stromnachfrage

Die Türkei hat das schnellste Stromnachfragewachstum unter den IEA-Staaten und plant 35 GW neue Flexibilitätsressourcen bis 2035 für die Energiewende.

EUROPE SAYS

Die Türkei weist unter den Mitgliedsländern der Internationalen Energieagentur (IEA) das dynamischste Wachstum der Stromnachfrage auf. Zwischen 2005 und 2024 stieg der Strombedarf im Jahresdurchschnitt um etwa 5 Prozent, getrieben durch ein starkes wirtschaftliches und demografisches Wachstum. Prognosen gehen davon aus, dass dieser Bedarf weiter steigen wird und bis 2035 ein Niveau von 510 Terawattstunden erreichen könnte.

Fokus auf Flexibilität und Netzstabilität

Das schnelle Wachstum der Nachfrage sowie der gleichzeitige Ausbau der erneuerbaren Energien stellen die Stromnetze des Landes vor erhebliche Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, plant die Türkei bis 2035 die Bereitstellung von 35 Gigawatt (GW) an flexiblen Ressourcen. Dieser Strategieplan sieht vor, dass jeweils 10 GW aus Solarenergie auf Dächern samt Speichern, großflächigen Energiespeichern sowie dem Demand-Side-Management gewonnen werden. Weitere 5 GW sollen durch verbessertes Netzmanagement realisiert werden.

Ausbau erneuerbarer Energien bis 2035

Der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung, der 2025 bei 43 Prozent lag, soll bis 2035 auf 55 Prozent ansteigen. Die installierte Kapazität für Solarenergie soll sich von 20 GW im Jahr 2024 auf 77 GW im Jahr 2035 mehr als verdreifachen. Parallel dazu ist eine Steigerung der Windkraftkapazität von 13 GW auf 43,1 GW vorgesehen.

Internationale Vernetzung und Investitionsbedarf

Neben dem internen Ausbau plant die Türkei eine signifikante Erhöhung der Stromverbindungskapazitäten zu den Nachbarländern. Das Ziel ist eine Verdreifachung der Exportkapazität auf 6,75 GW sowie eine Verfünffachung der Importkapazität auf 6,6 GW. Zudem ist der Bau von 14.700 Kilometern an Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen vorgesehen. Laut IEA-Präsident Fatih Birol ist die Beschleunigung von Investitionen in Netze, Flexibilität und Energieeffizienz entscheidend, um die Energiesicherheit zu stärken, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen und die Anfälligkeit gegenüber volatilen Kraftstoffpreisen zu reduzieren.

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