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Thailand plant Ausweitung der Solarquote für private Haushalte

Thailand plant, die Abnahmequote für privaten Solarstrom zu verfünffachen und Genehmigungsverfahren drastisch zu verkürzen, um mehr Haushalte zu Prosumern zu machen.

The Nation

Das thailändische Energieministerium plant eine umfassende Neuausrichtung der Unterstützung für private Photovoltaik-Anlagen. Um mehr Bürger dazu zu bewegen, selbst sauberen Strom zu produzieren und diesen in das öffentliche Netz einzuspeisen, soll die bisherige Abnahmekapazität von 100 Megawatt auf 500 Megawatt gesteigert werden. Energieminister Akanat Promphan betonte das Ziel, Haushalte verstärkt in sogenannte Prosumer zu transformieren, die gleichzeitig Strom verbrauchen und produzieren.

Optimierung der Genehmigungsverfahren

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Strategie ist die Vereinfachung und Beschleunigung der administrativen Prozesse. Bisher konnten Genehmigungsverfahren für Solarprojekte über ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Regierung führt hierfür ein Online-gestütztes One-Stop-Service-System ein. Für Dachanlagen, die ausschließlich den Eigenbedarf decken, ist eine Genehmigungsdauer von maximal sieben Tagen vorgesehen. Bei Projekten, die zusätzlich die Einspeisung von überschüssigem Strom vorsehen, soll das gesamte Verfahren innerhalb von 30 Tagen abgeschlossen sein.

Verlängerung der Einspeiseverträge

Neben der Kapazitätserweiterung plant das Ministerium eine Anpassung der Rahmenbedingungen für die Vergütung. Die Laufzeiten der Stromabnahmeverträge für Haushalte sollen über den bisherigen Zeitraum von 10 Jahren hinaus verlängert werden, um die Investitionssicherheit und Wirtschaftlichkeit für private Betreiber zu erhöhen. Der Minister verwies hierbei auf die längeren Laufzeiten von 25 Jahren, die derzeit für gewerbliche Solarparks üblich sind.

Wirtschaftliche Perspektiven für Haushalte

Ein typisches privates System mit einer Leistung von fünf Kilowatt könnte basierend auf einer geschätzten Vergütung von 2,20 Baht pro Kilowattstunde monatliche Einnahmen zwischen 1.400 und 1.500 Baht generieren. Diese Einnahmen werden direkt über die Stromrechnung gutgeschrieben. Nach offiziellen Berechnungen könnten Haushalte ihre Investitionskosten für die PV-Anlage innerhalb von sieben Jahren amortisieren, woraufhin die Anlage weiterhin zur Senkung der Lebenshaltungskosten beiträgt.

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