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Thyssenkrupp beschließt Bau einer Carbon2Chem-Pilotanlage in Duisburg

Thyssenkrupp investiert in Carbon2Chem-Pilotanlage zur SAF-Herstellung und führt Gespräche über Förderbedingungen für das Duisburger Green-Steel-Projekt.

Kapitalmarktexperten

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat die finale Investitionsentscheidung für den Bau einer Pilotanlage am Standort Duisburg bekannt gegeben. Mit dem Vorhaben wird das zehnjährige Bestehen des Forschungsprojekts Carbon2Chem markiert. Die geplante Anlage zielt darauf ab, CO₂-Emissionen, die bei der Stahlproduktion anfallen, als Rohstoff für die Herstellung von synthetischem Flugkraftstoff (SAF) zu nutzen. Das Projekt ist ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen des Konzerns, seine Produktion durch Ansätze der Kreislaufwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

Verhandlungen über Green-Steel-Projekt dauern an

Neben der neuen Pilotanlage steht das mit etwa 3 Milliarden Euro veranschlagte Green-Steel-Projekt des Unternehmens weiterhin im Fokus. Thyssenkrupp befindet sich derzeit in einer entscheidenden Verhandlungsphase mit der Bundesregierung sowie der EU-Kommission. Dabei geht es um die Anpassung der Förderbedingungen für die Stahlproduktion in Duisburg. Hintergrund der Gespräche ist der verzögerte Einsatz von Wasserstoff, der dazu führt, dass die Anlage zunächst mit Erdgas betrieben werden muss. Ziel der Gespräche ist es, die ursprünglich zugesagten Subventionen trotz der Abweichungen vom ursprünglichen grünen Konzept abzusichern.

Operative Entwicklung und Ausblick

Die jüngsten Geschäftszahlen des Konzerns für das dritte Quartal 2025/2026 zeigen eine operative Erholung. Thyssenkrupp hat das untere Ende seiner EBIT-Prognose auf 600 bis 900 Millionen Euro angehoben. Rückenwind erhält der Umbau zudem durch die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp Marine Systems, die ihre Umsatzprognose nach einem deutlichen Anstieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres nach oben korrigiert hat. Ein deutlicher Gegenpol bleibt die Wasserstoff-Sparte Thyssenkrupp Nucera, die ihre Umsatzerwartungen aufgrund strategischer Anpassungen senken musste und ein negatives EBIT erwartet.

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