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US-Regierung fördert Kohlekraftwerke mit 700 Millionen Dollar

Die US-Regierung investiert 700 Millionen US-Dollar in Kohlekraftwerke, um Energiekosten zu senken und die Netzstabilität zu erhöhen.
US-Regierung fördert Kohlekraftwerke mit 700 Millionen Dollar

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat ein umfangreiches Investitionsprogramm in Höhe von rund 700 Millionen US-Dollar für die Kohlekraftwerksinfrastruktur angekündigt. Ziel der Maßnahme ist es, durch die Modernisierung bestehender Anlagen und den Bau neuer Kraftwerke die Energiekosten für Haushalte zu senken sowie die Zuverlässigkeit des Stromnetzes zu stärken. Das Vorhaben wird teilweise durch die Nutzung von Befugnissen gemäß des Defense Production Act ermöglicht.

Investitionen in bestehende und neue Kraftwerke

Von der Gesamtsumme sind etwa 425 Millionen US-Dollar für Modernisierungsmaßnahmen an 13 bestehenden Kohlekraftwerken in zehn US-Bundesstaaten vorgesehen, darunter auch in West Virginia. Diese Investitionen sollen die betriebliche Lebensdauer der Anlagen verlängern und die Effizienz steigern. Weitere 200 Millionen US-Dollar stellt das US-Energieministerium bereit, um den Bau neuer Kohlekraftwerke in West Virginia und Alaska zu unterstützen. Es handelt sich dabei um die ersten Neubauten dieser Art seit 2013.

Projekt in West Virginia und technologische Schwerpunkte

Ein konkretes Projekt in West Virginia, geplant durch das Unternehmen TerraSpark, soll nahe dem bestehenden Mount-Storm-Kraftwerk entstehen. Die geplante Anlage hat eine Leistung von 1,6 Gigawatt und soll mit Technologien zur Kohlenstoffabscheidung (Carbon Capture) ausgestattet werden. Die Bundesregierung fördert dieses Vorhaben mit bis zu 18,5 Millionen US-Dollar. Neben der Energieerzeugung ist am Standort ein Innovations- und Ausbildungszentrum für seltene Erden und moderne Materialien in Zusammenarbeit mit der West Virginia University geplant, was nach Unternehmensangaben bis zu 500 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen könnte.

Politische Einordnung und Reaktionen

Vertreter der Regierung betonten, dass die Maßnahmen wesentlich zur industriellen Wiederbelebung und zur Sicherung der Energieversorgung beitragen sollen. Während Befürworter die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der Energieunabhängigkeit unterstreichen, gibt es auch kritische Stimmen aus dem Bereich der Umweltschutzverbände. Diese verweisen auf die Marktdominanz erneuerbarer Energien und äußern Zweifel an der ökonomischen Sinnhaftigkeit der Subventionen für die Kohleindustrie. Laut Angaben des Energieministeriums werden die staatlichen Mittel zudem durch private Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar ergänzt.

Quelle: The States | EUROPESAYS.COM

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