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Verbändebündnis fordert klare Regeln für beschleunigte Stromnetzanschlüsse

Ein Bündnis aus 16 Verbänden fordert vom Bundeswirtschaftsministerium transparente Regeln zur Beschleunigung von Stromnetzanschlüssen und digitale Anschlussprozesse.
Verbändebündnis fordert klare Regeln für beschleunigte Stromnetzanschlüsse

Der schleppende Ausbau und Anschluss von Erneuerbaren Energien und Speichern an das Stromnetz stellt zunehmend ein Hindernis für die Energiewende dar. Um diese Engpässe zu überwinden, hat sich ein Bündnis aus 16 Verbänden, Organisationen und Unternehmen formiert, das nun in einem offenen Brief an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) konkrete politische Leitplanken für die Netzanschlussplanung einfordert.

Regelungen für eine priorisierte Anschlusssituation

Die Bundesregierung plant derzeit, Netzbetreibern eine Priorisierung von Netzanschlüssen zu ermöglichen sowie eine Anschlussgarantie für die Industrie einzuführen. Das Bündnis betont, dass eine solche Priorisierung zwar grundsätzlich zielführend ist, jedoch klare politische Vorgaben benötigt. Die Sorge besteht darin, dass die Entscheidungshoheit über die regionale Realisierung von Investitionen zu stark bei den Netzbetreibern liegt, ohne dass eine diskriminierungsfreie und transparente Steuerung gewährleistet ist. Um dies zu verhindern, fordert der Zusammenschluss die zeitnahe Initiierung eines strukturierten Dialogprozesses.

Effizientere Prozesse und mehr Transparenz gefordert

Neben der Priorisierungsfrage mahnt das Bündnis eine tiefgreifende Optimierung der administrativen Verfahren an. Zu den Kernforderungen zählen eine konsequente Digitalisierung der Anschlussprozesse sowie die Festlegung verbindlicher Fristen. Darüber hinaus soll die Transparenz über tatsächlich verfügbare Netzkapazitäten deutlich erhöht werden, um Projektplanern verlässlichere Daten für Investitionsentscheidungen zu liefern. Ergänzend dazu plädieren die Akteure für eine vorausschauende Strategie beim Netzausbau, die über aktuelle punktuelle Maßnahmen hinausgeht.

Sicherstellung der Investitionssicherheit

Durch die geforderten Anpassungen soll die Rechts- und Investitionssicherheit für Akteure in den Bereichen Erneuerbare Energien, Speichertechnologien und Elektrifizierung erhöht werden. Da die Netzanschlusskapazität aktuell zu einem kritischen limitierenden Faktor für die Energiewende wird, zielt das Maßnahmenpaket darauf ab, die notwendige Infrastruktur schneller und effizienter bereitzustellen. Der offene Brief unterstreicht dabei die Notwendigkeit, dass die Politik die Rahmenbedingungen für eine faire und beschleunigte Anschlussvergabe in Engpassregionen aktiv gestaltet.

Quelle: Germanwatch e.V.

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