Verivox-Analyse: Elektroautos deutlich kosteneffizienter als Verbrenner bei hohen Spritpreisen
Verivox-Analyse zeigt: E-Autos sind dank hoher Spritpreise bis zu 70 Prozent günstiger im Betrieb als Benziner. Vorteile durch Laden an Wallbox und Photovoltaik.

Angesichts signifikant gestiegener Kraftstoffpreise in Deutschland gewinnt der Betrieb von Elektrofahrzeugen wirtschaftlich deutlich an Attraktivität. Laut einer aktuellen Analyse des Vergleichsportals Verivox lassen sich durch den Wechsel zum Elektroantrieb in der Mittel- und Oberklasse erhebliche Kostenersparnisse realisieren. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die gestiegenen Preise für E10 und Diesel zurückzuführen, die unter anderem infolge neuer Unsicherheiten auf den Öltransportwegen und geopolitischer Spannungen im Nahen Osten angestiegen sind. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage kostete ein Liter E10 rund 2,27 Euro, während der Preis für Diesel bei 2,38 Euro lag.
Kostenvorteile beim Heimladen
Für einen direkten Kostenvergleich legte Verivox für ein E-Auto einen durchschnittlichen Verbrauch von 16,9 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer sowie einen Haushaltsstrompreis von 32,29 Cent pro kWh zugrunde. Dies entspricht Stromkosten von etwa 5,44 Euro pro 100 Kilometer. Im Gegensatz dazu belaufen sich die Kosten für ein vergleichbares Benzinmodell – bei einem angenommenen Verbrauch von 7,9 Litern auf 100 Kilometer – auf rund 17,96 Euro. Bei Dieselfahrzeugen mit einem angenommenen Verbrauch von 5,2 Litern liegen die Kosten pro 100 Kilometer bei etwa 12,39 Euro. Nutzer, die ihr Elektrofahrzeug zu Hause laden können, erzielen somit eine Ersparnis von bis zu 70 Prozent gegenüber einem Benziner beziehungsweise 56 Prozent gegenüber einem Diesel.
Wirtschaftlichkeit an öffentlichen Ladestationen
Auch jenseits der heimischen Wallbox bleibt der Betrieb eines Elektroautos kostengünstiger als das Tanken fossiler Kraftstoffe. Die Analyse zeigt, dass 100 Kilometer Fahrt nach einer Normalladung an öffentlichen Säulen rund 8,77 Euro kosten. Selbst beim Einsatz von Schnellladetechnik, bei der rund 10,12 Euro für 100 Kilometer anfallen, bleibt der Betrieb im Vergleich zu Benzinern um 44 Prozent und im Vergleich zu Diesel um 18 Prozent günstiger. Die Daten für das öffentliche Laden basieren dabei auf Vergleichswerten vom März 2025.
Faktoren für den maximalen Preisvorteil
Experten betonen, dass der volle ökonomische Nutzen besonders für Haushalte zum Tragen kommt, die ihr Fahrzeug zu Hause laden können. Ein noch größeres Einsparpotenzial ergibt sich bei der Kombination einer eigenen Wallbox mit einer Photovoltaikanlage. Während die Vorteile für diese Gruppe am höchsten sind, bleibt die Elektromobilität auch für Nutzer öffentlicher Ladeinfrastrukturen eine finanziell vorteilhafte Alternative zu konventionellen Verbrennungsmotoren, sofern die Ladevorgänge effizient geplant werden.