Das Vergleichsportal Verivox warnt vor einer weiteren Verschärfung der Energiekosten für Verbraucher in Deutschland. Hintergrund dieser Einschätzung sind die anhaltenden Auswirkungen des Iran-Krieges, die sich spürbar auf die Energiemärkte auswirken. Dabei stehen sowohl der Strom- als auch der Gasmarkt unter erheblichem Preisdruck.
Steigende Strompreise für Neukunden
Für Neukunden sind die Folgen der Marktsituation bereits deutlich spürbar. Der bundesweite Strompreis für diese Gruppe liegt aktuell bei etwa 31 Cent je Kilowattstunde, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Stand von Anfang März entspricht. Laut Daniel Puschmann, Geschäftsführer bei Verivox, ist dies maßgeblich auf die Kopplung der Stromerzeugung an das teuerste eingesetzte Kraftwerk zurückzuführen, welches in vielen Fällen mit Gas betrieben wird.
Erwartete Gaspreiserhöhungen zum Jahreswechsel
Auch beim Erdgas rechnet das Portal mit steigenden Kosten für Bestandskunden. Da die Speicherstände im September auf einem historisch niedrigen Niveau liegen, gehen Experten davon aus, dass Versorger ihre Preise spätestens zum Jahreswechsel anheben werden. Hierbei werden Erhöhungen von bis zu 20 Prozent prognostiziert. Für eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus könnte dies eine jährliche Mehrbelastung von etwa 400 Euro gegenüber der Situation vor Beginn des Konflikts bedeuten.
Entlastungsmöglichkeiten für Haushalte
Trotz der angespannten Marktlage sieht Puschmann keine akute Mangellage, betont jedoch die finanzielle Belastung für Verbraucher. Als eine Möglichkeit zur Entlastung wird ein Wechsel zu günstigeren Anbietern genannt, da sich dadurch in Einzelfällen mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen lassen. Zudem wird empfohlen, verstärkt auf Tarife mit Preisgarantien zu achten, um sich vor weiteren kurzfristigen Preisanstiegen zu schützen.
