Der Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich erhält durch ein bedeutendes Repowering-Projekt in Niederösterreich neuen Schub. Der Windpark Großsierning unterzieht sich derzeit einer grundlegenden Erneuerung, bei der bestehende Anlagen durch moderne, leistungsfähigere Technik ersetzt werden. Dies soll die Energieeffizienz am Standort deutlich steigern und die Versorgungssicherheit im Einklang mit den nationalen Ausbauzielen stärken.
Optimierung durch moderne Anlagentechnik
Im Zuge der Modernisierung werden neun Windkraftanlagen, die bereits seit über 20 Jahren in Betrieb sind, demontiert. An ihre Stelle treten fünf neuartige Anlagen, während eine bereits bestehende Turbine weiter in das Gesamtkonzept integriert bleibt. Durch diesen gezielten Austausch reduziert sich zwar die Gesamtzahl der Windräder am Standort von zehn auf sechs, die produzierte Ökostrommenge steigt jedoch auf das Zweieinhalbfache an. Die installierte Gesamtleistung des Windparks wächst dadurch von 16,2 auf 26,5 Megawatt.
Steigerung der Versorgungskapazität bis 2027
Das Projekt leistet einen konkreten Beitrag zur Energieautonomie, indem es die Kapazität zur Stromerzeugung erheblich erweitert. Nach Berechnungen des Versorgers EVN wird der Windpark nach seiner Fertigstellung, die für Mai 2027 anvisiert ist, Strom für etwa 22.000 Haushalte liefern können. Dies entspricht einer signifikanten Steigerung gegenüber dem bisherigen Wert von 8.000 versorgten Haushalten. Politische Entscheidungsträger sehen in diesem Modell ein Vorbild für die effiziente Nutzung bereits erschlossener Flächen.
Energiezukunft und Ausbauziele
Der Ausbau wird durch das Erneuerbare-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz (EABG) flankiert, welches die rechtliche Basis für den Zuwachs an heimischer erneuerbarer Energie bis 2030 bildet. In Niederösterreich, das bereits heute einen erheblichen Anteil an der österreichischen Windstromerzeugung hält, ist der weitere Ausbau ein zentraler Pfeiler der Landesstrategie. Neben Großprojekten liegt ein weiterer Fokus auf der Stärkung regionaler Bürger-Energiegemeinschaften, wie sie bereits in anderen Gemeinden erfolgreich erprobt werden.
