Baustart für Großspeicher Heinersbrück: LEAG verbindet Wind, Solar und Batterie im Netz
LEAG startet den Bau der GridBattery Heinersbrück mit 100 MW Leistung und 400 MWh Kapazität zur Anbindung an Wind- und Solarparks.

Mit dem symbolischen Baustart für die GridBattery Heinersbrück baut die LEAG-Gruppe ihre Infrastruktur in der Lausitz weiter aus. Auf einer ehemaligen Tagebaurandfläche entsteht ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 100 Megawatt und einer Speicherkapazität von 400 Megawattstunden. Das Projekt dient dazu, die Erzeugung aus erneuerbaren Energien und flexible Speicherkapazitäten an einem gemeinsamen Netzpunkt zu koppeln, um die Stromnetze zu entlasten.
Batteriespeicher mit 400 Megawattstunden Kapazität
Für die Umsetzung des Speicherprojekts arbeitet LEAG Clean Power mit der Fluence Energy GmbH zusammen. Der Technologieanbieter übernimmt die Planung, Lieferung, Systemintegration und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Zum Einsatz kommt eine modulare Speicherlösung auf Basis von Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Die Fertigstellung und geplante Inbetriebnahme der GridBattery Heinersbrück ist für 2027 vorgesehen. Das Vorhaben wird mit Fördermitteln der Europäischen Union aus dem Just Transition Fund unterstützt.
Gemeinsamer Netzanschluss für Photovoltaik, Wind und Speicher
Das Besondere an dem Standort Heinersbrück ist die gebündelte Anbindung unterschiedlicher Technologien an einen einzigen Netzanschlusspunkt. Neben dem neuen Batteriespeicher speisen künftig auch der nahe gelegene Windpark Forst-Briesnig 2 sowie die Photovoltaikanlage Bohrau 1 ihren Strom über denselben Knotenpunkt ein. Beide Erzeugungsanlagen befinden sich in der Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Jänschwalde und stehen kurz vor der Fertigstellung.
Umspannwerk Heinersbrück zum hybriden Knotenpunkt ausgebaut
Um den parallelen Betrieb von Solar- und Windenergie sowie dem Großspeicher zu ermöglichen, wurde das bestehende Umspannwerk Heinersbrück im laufenden Betrieb erweitert. Die Anpassung umfasste die Installation zusätzlicher Schaltfelder sowie die Aktualisierung der Schutz- und Leittechnik. Durch die Verknüpfung aller drei Komponenten an einem Ort lassen sich Netzkapazitäten effizienter ausnutzen und Einspeisespitzen flexibel abpuffern.
Einbindung in die regionale GigawattFactory
Die GridBattery Heinersbrück bildet einen weiteren Baustein im Rahmen der Konzernstrategie der LEAG, die den schrittweisen Wandel der Lausitzer Bergbauregion hin zu einem erneuerbaren Energiecluster vorsieht. Neben dem Projekt in Heinersbrück kooperiert LEAG mit Fluence bereits bei der geplanten GigaBattery Jänschwalde 1000, die mit einer Kapazität von 4.000 Megawattstunden dimensioniert werden soll.