Brookfield investiert bis zu 600 Millionen US-Dollar in ACME Cleantech Ventures
Brookfield investiert bis zu 600 Millionen Dollar in ACME Cleantech für grüne Molekülprojekte wie Wasserstoffderivate in Indien und Westasien.

Die Investmentgesellschaft Brookfield hat angekündigt, bis zu 600 Millionen US-Dollar in die ACME Cleantech Ventures zu investieren. Das Kapital soll gezielt den Aufbau und die Entwicklung von Projekten für grüne Moleküle in Indien sowie in Westasien vorantreiben. Die Tochtergesellschaft der ACME Group ist auf diesen Bereich spezialisiert, der einen zentralen Bestandteil der globalen Bemühungen um eine nachhaltige Industrie darstellt.
Fokus auf grüne Wasserstoffderivate
Die Investition zielt insbesondere auf die Produktion von grünem Ammoniak und grünem Methanol ab. Diese Stoffe gelten als wichtige Energieträger für die Dekarbonisierung schwer zu elektrifizierender Industriesektoren. Das Projektvorhaben steht im Einklang mit der nationalen Strategie Indiens, die über die National Green Hydrogen Mission angestrebt wird. Dabei soll das Land zu einem globalen Knotenpunkt für die Herstellung sowie den Export dieser nachhaltigen Energieträger ausgebaut werden.
Umfangreiche Partnerschaften und Marktpräsenz
ACME betreibt derzeit bereits entsprechende Anlagen in Indien und Oman. Um die Rentabilität und den Absatz der produzierten Stoffe abzusichern, hat das Unternehmen eine Reihe von Partnerschaften geschlossen. Zu den Kooperationspartnern zählen international agierende Akteure wie Yara International, die IHI Corporation sowie Mitsubishi Gas Chemicals. Auf nationaler Ebene sind unter anderem die Solar Energy Corporation of India und verschiedene Akteure der Düngemittelindustrie, wie IFFCO und Coromandel International, beteiligt.
Strategische Einordnung der Investition
Die Finanzierung erfolgt durch die Brookfield Global Transition Fund Strategie, die auf Investitionen in die ökologische Transformation ausgerichtet ist. Brookfield ist bereits umfassend im Bereich der erneuerbaren Energien in Indien aktiv und verwaltet dort nach eigenen Angaben ein Portfolio von nahezu 50 Gigawatt an Wind- und Solarkapazitäten, die sich teils in Betrieb befinden und teils geplant sind. Durch die neue Investition soll die industrielle Dekarbonisierung über den asiatischen Raum hinaus auch in Europa unterstützt werden.