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Continental startet Bau eines Windparks in Twistetal zur industriellen Eigenstromversorgung

Continental beginnt mit dem Bau des ersten unternehmenseigenen Windparks in Twistetal. Ziel ist die nachhaltige Stromversorgung des Reifenwerks in Korbach.

Eder Dampfradio

In Twistetal haben die Bauarbeiten für den ersten Windpark des Reifenherstellers Continental begonnen. Mit einem offiziellen Spatenstich markierten Vertreter des Unternehmens, des Projektpartners Verbands-Energie-Werk (VEW) sowie aus Politik und Verwaltung den Baubeginn für die drei Windenergieanlagen. Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der Strategie von Continental, die Energieversorgung des Reifenwerks in Korbach unabhängiger von externen Stromquellen zu gestalten und die Produktion nachhaltiger auszurichten.

Eigenstrom für die Reifenproduktion

Der geplante Windpark Twistenberg soll nach seiner Fertigstellung eine jährliche Stromerzeugung von rund 55 Gigawattstunden erreichen. Gemeinsam mit den bereits am Standort vorhandenen Photovoltaikanlagen sollen die drei neuen Windkraftanlagen etwa zwei Drittel des Strombedarfs des Korbacher Werks decken. Die gewonnene erneuerbare Energie wird direkt in das interne Werksnetz eingespeist und für energieintensive Fertigungsschritte verwendet, darunter die Verarbeitung von Kautschukrohstoffen und die Herstellung einzelner Reifenkomponenten. Durch den Ausbau der Eigenversorgung will das Unternehmen Planungssicherheit bei den Energiekosten gewinnen und seine Wettbewerbsfähigkeit am Standort sichern.

Umsetzung durch lokale Partner

Für die technische Umsetzung des Windparkprojekts setzt Continental auf eine Partnerschaft mit der Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für erneuerbare Energien mbH (VEW) aus Korbach. Das Unternehmen übernimmt die Begleitung und Realisierung des Windparks von der aktuellen Bauphase bis zur geplanten Inbetriebnahme Ende 2027. Laut VEW-Geschäftsführung stärkt das Projekt durch die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort nicht nur das Unternehmen, sondern leistet einen Beitrag zur Sicherung der industriellen Basis in Nordhessen.

Strategie zur Emissionsreduktion

Das Windpark-Projekt fügt sich in die übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie von Continental ein. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Reifenproduktion emissionsärmer zu gestalten. Nach Angaben des Herstellers konnten die absoluten CO₂-Emissionen in diesem Produktionsbereich innerhalb der letzten vier Jahre um etwa 180.000 Tonnen gesenkt werden. Zudem verzichtet Continental seit Anfang 2026 an allen weltweiten Produktionsstandorten auf den Einsatz von Kohle und Schweröl.

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