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Erneute militärische Spannungen in der Straße von Hormus lassen Ölpreise steigen

Militärische Angriffe in der Straße von Hormus führen zu Anstieg der Ölpreise. Brent-Öl überschreitet Marke von 90 Dollar pro Barrel.
Erneute militärische Spannungen in der Straße von Hormus lassen Ölpreise steigen

Die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben sich erneut verschärft und wirken sich unmittelbar auf die globalen Energiemärkte aus. Wie das US-Militärkommando Centcom am Sonntag bekannt gab, haben US-Streitkräfte Ziele auf der iranischen Insel Larak angegriffen. Der Einsatz richtete sich gegen zwei Abschussvorrichtungen, die laut US-Angaben von den iranischen Revolutionsgarden für den Einsatz von mit Seeminen bestückten Raketen in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus vorbereitet wurden.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für den weltweiten Öltransport. Seit Beginn des seit sechs Monaten andauernden Konfliktes ist diese Passage de facto blockiert, was die Versorgungssicherheit erheblich beeinträchtigt. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf die US-Attacken mit Angriffen auf Luftwaffenstützpunkte in Jordanien. Dabei wurden nach Angaben des iranischen Militärs technische Infrastrukturen und Wartungseinrichtungen getroffen.

Die Unsicherheit über die Stabilität der Öl-Transportwege führte an den Börsen zu einem direkten Preisanstieg. Die Nordsee-Sorte Brent notierte nach den Nachrichten bei 90,31 US-Dollar und kletterte damit über die symbolische Marke von 90 US-Dollar pro Barrel. Auch der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate zog auf 85,41 US-Dollar an. Marktbeobachter sehen in der andauernden Blockade der Straße von Hormus ein anhaltendes Risiko für die Stabilität der Energiepreise, während diplomatische Bemühungen zur Entschärfung der Lage bisher zu keinem Durchbruch geführt haben.

Quelle: Deutsche Tageszeitung

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