top of page

Floating-PV-Anlage in Ohio nimmt Betrieb auf dem Twin Lake Reservoir auf

Lima in Ohio hat einen 2-MW-Solarpark auf einem Trinkwasserreservoir fertiggestellt. Das Projekt spart 10 Millionen Dollar an Energiekosten ein.

Energies Media

Die Stadt Lima im US-Bundesstaat Ohio hat ein schwimmendes Photovoltaik-Projekt auf dem Twin Lake Reservoir fertiggestellt, das als zentrales Element der städtischen Wasserversorgung fungiert. Die neue Anlage mit einer installierten Leistung von 2 Megawatt deckt den Energiebedarf der angeschlossenen Wasseraufbereitungsanlage, die täglich etwa 14 Millionen Gallonen Wasser für 35.000 Einwohner verarbeitet.

Flächeneffizienz als Kernvorteil

Ein wesentlicher Vorteil der schwimmenden Konstruktion liegt in der Flächeneinsparung. Während für ein bodenmontiertes System gleicher Leistung mindestens 10 Acres erforderlich wären, belegt der schwimmende Solarpark lediglich vier Acres der Reservoirfläche. Dies entlastet die lokale Flächennutzung, was insbesondere in Regionen mit politischem Widerstand gegen landgebundene Solarprojekte als Modell für andere Kommunen gilt.

Technische Auslegung und Stabilität

Die Anlage besteht aus mehr als 3.100 bifazialen Modulen auf schwimmenden Plattformen des Typs Hydrelio. Um auf wechselnde Wasserstände zu reagieren, kommen spezialisierte Verankerungssysteme zum Einsatz, die ein Mitbewegen der Plattformen bei Wellengang ermöglichen. Der gewonnene Strom wird über Wechselrichter an Land in das Netz gespeist. Die bifazialen Module nutzen zudem das reflektierte Sonnenlicht von der Wasseroberfläche, was den Ertrag im Vergleich zu bodengebundenen Installationen optimiert. Eine kürzlich erfolgte Wetterbelastungsprobe während schwerer Stürme bestätigte die Betriebsstabilität des Systems.

Finanzierung und wirtschaftliche Perspektive

Die Entwicklung des Projekts erstreckte sich über fünf Jahre, wobei die formale Genehmigung 2023 durch den Stadtrat von Lima erfolgte. Die Finanzierung wurde durch staatliche Zuschüsse des U.S. Department of Energy in Höhe von 2,4 Millionen US-Dollar sowie steuerliche Anreize im Wert von rund einer Million US-Dollar unterstützt. Die Stadt erwartet durch den Eigenverbrauch des Solarstroms langfristige Einsparungen in Höhe von 10 Millionen US-Dollar bei den Betriebskosten der Wasserwerke.

bottom of page