Forschung aus Australien: Ost-West-Ausrichtung von PV-Anlagen mindert Duck-Curve-Effekt
Forschende der Universität Adelaide zeigen, dass eine Ost-West-Ausrichtung von PV-Dachanlagen den Duck-Curve-Effekt im Stromnetz reduzieren kann.

Die Integration von Photovoltaik-Dachanlagen stellt Stromnetze weltweit vor Herausforderungen, insbesondere durch den sogenannten Duck-Curve-Effekt. Dabei führt eine hohe solare Einspeisung während der Mittagszeit zu einem ausgeprägten Abfall der Residuallast, während in den Abendstunden ein steiler Anstieg des Energiebedarfs erfolgt. Forscher der Universität Adelaide haben nun untersucht, wie die physikalische Ausrichtung der Solarmodule auf privaten Dächern dazu beitragen kann, diese Lastkurven zu glätten.
Optimierung durch Modulausrichtung
In vielen Teilen Australiens ist eine nördliche Ausrichtung der Solarmodule üblich, um den maximalen Energieertrag während der Mittagsstunden zu erzielen. Die Untersuchung legt nahe, dass eine Abkehr von diesem Prinzip hin zu einer Ost-West-Ausrichtung eine systemdienlichere Einspeisung ermöglichen könnte. Durch die veränderte Modulpositionierung verteilt sich die Stromerzeugung über einen längeren Zeitraum des Tages, wodurch die Lastspitzen am Mittag abflachen und der Energieertrag in den Randstunden zunimmt.
Relevanz für die Netzstabilität
Angesichts einer hohen Verbreitung von Photovoltaik-Systemen in australischen Haushalten ist die Anpassung der Einspeiseprofile von hoher Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Die Verbreitung der Solarenergie hat in Australien bereits dazu geführt, dass ein erheblicher Teil der Haushalte mit eigener PV-Technologie ausgestattet ist. Die Ergebnisse der Universität Adelaide verdeutlichen, dass neben technologischen Speicherlösungen auch einfache bauliche Maßnahmen wie die Modulausrichtung einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes und zur Integration hoher Erneuerbaren-Anteile leisten können.