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Forschungsdurchbruch: Effiziente Silberrückgewinnung aus alten Solarmodulen

Ein neues Verfahren zur säurefreien Silberrückgewinnung ermöglicht nahezu 100 Prozent Ausbeute bei ausgedienten Solarmodulen und verbessert das PV-Recycling.

pv magazine Australia

Die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus Solarmodulen am Ende ihrer Lebensdauer nimmt eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Gestaltung der Energiewende ein. Ein Forschungsteam hat nun einen technologischen Fortschritt erzielt, der eine nahezu vollständige Rückgewinnung des in Solarzellen enthaltenen Silbers ermöglicht. Das Besondere an diesem Verfahren ist der Verzicht auf aggressive Säuren, was den Prozess ökologisch deutlich attraktiver gestaltet als herkömmliche chemische Recyclingmethoden.

Praxistest mit 468 Kilogramm Altmodulen

Im Rahmen der Untersuchungen verarbeiteten die Wissenschaftler 468 Kilogramm Altmodule, aus denen sie zunächst 22 Kilogramm reines Solarzellenmaterial isolierten. Unter kontinuierlichen Betriebsbedingungen gelang es dem Team, das hochgradige Silber effizient zu extrahieren. Die erzielte Rückgewinnungsrate bewegt sich dabei in einem Bereich, der nahezu das theoretische Maximum von 100 Prozent erreicht.

Bedeutung für die Kreislaufwirtschaft

Das Silber in den Zellen macht einen erheblichen Teil des Materialwerts aus, ist jedoch aufgrund der komplexen Struktur der Module und der geringen Konzentrationen in den einzelnen Bauteilen schwer zu recyceln. Durch die Etablierung säurefreier Prozesse sinkt der ökologische Fußabdruck des Recyclings erheblich, während gleichzeitig wertvolle Ressourcen in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Dies verbessert die wirtschaftliche Bilanz beim Rückbau alter Solarparks und unterstützt die langfristige Skalierbarkeit nachhaltiger Energietechnologien.

Nächste Schritte

Obwohl die Laborergebnisse vielversprechend sind, stehen nun weitere Schritte zur industriellen Skalierung an. Ziel ist es, das Verfahren für den großflächigen Einsatz in Recyclinganlagen zu optimieren, um die steigenden Mengen an Photovoltaik-Abfällen in den kommenden Jahrzehnten effizient bewältigen zu können.

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