Kirchliches EnergieWerk nimmt Windpark in Passow-Benthen in Betrieb
Das Kirchliche EnergieWerk nimmt in Passow-Benthen einen Windpark mit 28 Megawatt Leistung in Betrieb und unterstützt damit die CO2-Neutralitätsziele der Kirche.

In der Nähe der Gemeinde Passow im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde ein neues Windkraftprojekt realisiert. Die Kirchliches EnergieWerk GmbH (KEW), ein Joint Venture des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg und der WEMAG, hat den Windpark Passow-Benthen offiziell in Betrieb genommen. Das Vorhaben markiert das erste gemeinsame Windkraftprojekt dieser Kooperation.
Technische Details und Leistung des Windparks
Der Windpark besteht aus insgesamt vier Anlagen. Jeweils zwei Einheiten werden durch die Kirchliches EnergieWerk GmbH und die mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH betrieben. Die Windkraftanlagen erreichen eine Gesamthöhe von rund 245 Metern und weisen einen Rotordurchmesser von 163 Metern auf. Mit einer Nennleistung von jeweils 7 Megawatt leisten sie einen substanziellen Beitrag zur regionalen Stromerzeugung. Nach Angaben der Betreiber ermöglicht das Projekt eine jährliche Einsparung von etwa 58.821 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas.
Investition und Einbindung lokaler Akteure
Die Realisierung des Projekts erforderte eine Gesamtinvestition von 42,5 Millionen Euro. Bei der Umsetzung wurde auf die Einbeziehung der Standortgemeinde geachtet; die Beteiligung von Kommunen sowie Anwohnerinnen und Anwohnern erfolgt innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Laut den Verantwortlichen verlief das Projekt trotz Herausforderungen durch langwierige Genehmigungsverfahren und witterungsbedingte Einflüsse während der Bauphase planmäßig.
Bedeutung für die kirchliche Energietransformation
Das Kirchliche EnergieWerk wurde 2014 gegründet, um die Energiewende innerhalb der Kirche und Diakonie aktiv zu fördern. Der Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg hält hierbei eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent. Ziel der Nordkirche ist die vollständige CO2-Neutralität in den Bereichen Energie, Mobilität und Beschaffung bis zum Jahr 2050. Projekte wie der neue Windpark sollen diesen Transformationsprozess durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen direkt unterstützen.