Die Regierung der Malediven hat eine landesweite Initiative gestartet, um geeignete Standorte für den Ausbau der Solarenergie zu ermitteln. Wie staatliche Medien berichten, besuchen Erfassungsteams derzeit verschiedene Inseln des Archipels, um bebaubares Land sowie Dächer von Gebäuden auf ihre Eignung für Photovoltaikanlagen zu prüfen. Die gewonnenen technischen Daten sollen als Grundlage für den zügigen Ausbau der lokalen Solarkapazitäten dienen.
Strategische Ziele zur Reduzierung fossiler Abhängigkeit
Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Energiestrategie, die darauf abzielt, bis zum Jahresende 2028 insgesamt 33 Prozent des nationalen Strombedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Durch diesen Ausbau strebt der Inselstaat an, seine starke Abhängigkeit von teuren Kraftstoffimporten deutlich zu verringern. Schätzungen der Regierung zufolge könnte das Erreichen des Ziels zu jährlichen Einsparungen bei den Kraftstoffausgaben von etwa 42 Millionen US-Dollar führen.
Laufende Projekte im Bereich Floating PV und Hybridsysteme
Neben der laufenden Bestandsaufnahme treibt der Staat bereits konkrete Infrastrukturprojekte voran. Im August startete ein Programm zur Installation solarbetriebener Hybridsysteme auf 25 verschiedenen Inseln. Nach deren Inbetriebnahme wird eine jährliche Einsparung von mehr als 3 Millionen Litern Diesel sowie eine Reduktion der CO2-Emissionen um 8.400 Tonnen erwartet. Darüber hinaus wird seit Dezember an einem 100-Megawatt-Projekt für schwimmende Photovoltaik (Floating PV) gearbeitet, das von einem externen Unternehmen umgesetzt wird und nach aktuellem Stand 2027 fertiggestellt sein soll.
