Neptun Werft sichert sich zweiten Großauftrag für Offshore-Konverterplattform
Die Neptun Werft erhält einen zweiten Milliardenauftrag für den Bau einer Offshore-Konverterplattform von 50Hertz zur Stärkung der Energiewende.

Die Neptun Werft in Rostock baut ihre Rolle beim Ausbau der deutschen Energiewende weiter aus. Das zur Meyer-Gruppe gehörende Unternehmen hat den Zuschlag für eine zweite Offshore-Konverterplattform erhalten, die vom Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz in Auftrag gegeben wurde. Diese Anlagen sind essenziell für das Gelingen der Energiewende auf See, da sie den in Offshore-Windparks erzeugten Strom effizient in Gleichstrom umwandeln, um ihn über lange Distanzen verlustarm zum Festland zu transportieren.
Zusammenarbeit im Konsortium
Die Ausführung des Projekts erfolgt erneut durch ein Konsortium bestehend aus NEPTUN SMULDERS Offshore Renewables und dem Technologiepartner Siemens Energy. Diese bewährte Konstellation war bereits für den ersten Konverter-Auftrag verantwortlich, der erst im Juni dieses Jahres vergeben wurde. Mit dem nun erteilten zweiten Zuschlag unterstreicht die Werft ihre strategische Neuausrichtung. Das addierte Auftragsvolumen beider bisher erteilten Konverter-Projekte beläuft sich auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Langfristige Standortsicherung durch Diversifizierung
Für die Meyer-Gruppe stellt der Einstieg in den Bau von Konverterplattformen ein zentrales Element ihrer Sanierungsstrategie dar. CEO André Walter hatte den Ausbau dieses Geschäftsfeldes bereits im Konzernabschluss 2025 als eine der tragenden Säulen für die Zukunft definiert. Neben dem angestammten Schiffbaugeschäft, bei dem die Neptun Werft traditionell insbesondere auf Flusskreuzfahrtschiffe spezialisiert ist, dient das Konverter-Geschäft als unabhängiges Standbein. Für den Standort Rostock-Warnemünde bedeutet dieser Erfolg eine langfristige Auslastung der Kapazitäten sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen jenseits der konjunkturellen Schwankungen des Kreuzfahrtmarktes.