Die Stadt Barsinghausen festigt ihre Position beim Ausbau erneuerbarer Energien. Laut einer aktuellen Auswertung des Marktstammdatenregisters durch die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) konnte die Kommune ihre Kapazitäten bei Photovoltaik-Anlagen deutlich steigern und gehört damit zu den führenden Umlandkommunen in der Region.
Starke Zuwachsraten im ersten Halbjahr 2026
Im ersten Halbjahr 2026 installierten die Bürgerinnen und Bürger in Barsinghausen Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4,55 Megawatt. Mit diesem Ergebnis sicherte sich die Stadt den dritten Rang in der regionalen Auswertung, hinter Sehnde mit 8,7 Megawatt und Lehrte mit 5,8 Megawatt. Die kumulierte installierte Leistung im Stadtgebiet summiert sich damit auf 39,95 Megawatt, was im Ranking der Umlandkommunen den vierten Platz bedeutet. Damit liegt die Stadt nach eigenen Angaben erstmals vor Wunstorf.
Erfolg durch bürgernahe Initiativen
Vertreter des Vereins Basche erneuerbar werten den Anstieg als signifikanten Fortschritt. Während die Stadt im Jahr 2022 noch hintere Plätze belegte, habe die gezielte Aufklärungsarbeit maßgeblich zur Trendwende beigetragen. Insbesondere regelmäßig veranstaltete Solartreffs und das Angebot des KlimaCoaches hätten dazu geführt, dass zahlreiche Hausbesitzer in die Eigenstromversorgung investierten. Die Veranstaltungen zogen regelmäßig mehr als 60 interessierte Teilnehmende an.
Zukunftsaussichten und kommende Informationsangebote
Die Akteure setzen auf eine Fortsetzung des Trends. Um die Nachfrage weiter zu bedienen und Interessierte bei der Umsetzung von Photovoltaik-Projekten zu unterstützen, ist für den 22. Oktober eine weitere Informationsveranstaltung im Zechensaal geplant. Dort stehen Experten sowie Installateure und Energieberater bereit, um bei technischen Fragen und der wirtschaftlichen Einordnung zu unterstützen.
