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Recycling technischer Kunststoffe erfordert differenzierte Technologiestrategien

BASF erläutert den Bedarf an einem Mix aus Recyclingtechnologien für technische Kunststoffe, um Ressourcen zu schonen und fossile Rohstoffe zu ersetzen.

Kuhn Fachmedien

Die Rückführung technischer Kunststoffe in den Kreislauf stellt die Industrie vor hohe Anforderungen. Da diese Materialien häufig komplexe Zusammensetzungen aus verschiedenen Polymeren, Additiven und Farbstoffen aufweisen, lässt sich kein einheitliches Standardverfahren anwenden. Um hochwertige Rohstoffe aus Abfallströmen zurückzugewinnen, ist laut BASF ein abgestimmter Mix verschiedener technologischer Ansätze erforderlich.

Welche Recyclingverfahren stehen zur Verfügung?

Das mechanische Recycling gilt als energieeffizient, setzt jedoch eine hohe Reinheit des Ausgangsmaterials voraus. Es ist primär für sortenreine und wenig belastete Abfallströme geeignet. Für komplexere Zusammensetzungen ergänzen alternative Verfahren das Spektrum. Lösemittelbasierte Prozesse ermöglichen eine selektive Trennung und Aufreinigung von Polymeren, beispielsweise aus Altfahrzeugbauteilen. Die Depolymerisation hingegen zerlegt Kunststoffe in ihre Grundbausteine, um diese zu neuer, qualitativ hochwertiger Ware zu verarbeiten. Ein Beispiel hierfür ist das Verfahren für Polyamid 6, für das Anfang 2025 die erste kommerzielle Anlage in Schanghai in Betrieb ging.

Wie werden stark gemischte Abfälle verarbeitet?

Für stark gemischte Kunststoffabfälle, die bisher oftmals thermisch verwertet beziehungsweise verbrannt wurden, bieten thermochemische Verfahren neue Potenziale. Durch Pyrolyse können Polymere in kürzere Kohlenwasserstoffketten gespalten werden, die als Pyrolyseöl erneut als chemischer Rohstoff dienen. Alternativ erzeugt die Gasifizierung Synthesegas für die industrielle Produktion. Diese Verfahren sind zwar energieintensiv, ermöglichen jedoch eine Verwertung von Abfällen, die sich mechanisch oder durch Lösemittel nicht sinnvoll aufbereiten lassen.

Was fehlt für den industriellen Durchbruch?

Obwohl Pilotprojekte die technische Machbarkeit belegen, müssen für eine breite industrielle Umsetzung noch Rahmenbedingungen optimiert werden. Dazu gehört eine dauerhafte Verfügbarkeit geeigneter Kunststoffströme durch ein verbessertes Abfallmanagement. Zudem sind klare regulatorische Vorgaben notwendig, um Investitionen in die erforderliche großskalige Anlagentechnik wirtschaftlich planbar zu machen. Weitere Einzelheiten zu spezifischen investiven Vorhaben oder konkreten Förderprogrammen gehen aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.

Quelle: https://kunststoff.kuhn-fachmedien.de/2026/07/31/technische-kunststoffe-recycling-braucht-passenden-technologiemix/

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