Seaworthy Collective fördert BlueTech-Innovationen für den Ozeanschutz
Seaworthy Collective fördert BlueTech-Startups und setzt auf nachhaltige Kombinationen wie Floating Solar und Aquakultur für den Ozeanschutz.

Die Erhaltung und Wiederherstellung der Ozeane erfordert neue, innovative Ansätze, die über traditionelle Konzepte hinausgehen. Daniel Kleinman, CEO und Gründer von Seaworthy Collective, verfolgt hierbei einen unternehmerischen Weg. Seit dem Start der gemeinnützigen Organisation im Jahr 2020 vernetzt er Gründer mit Mentoren und Investoren, um den Bereich der sogenannten BlueTech-Innovationen voranzutreiben. Das Ziel ist es, Lösungen für komplexe Probleme wie den Meeresspiegelanstieg, Korallensterben und Nährstoffbelastung der Gewässer in systemisch integrierte Geschäftsmodelle zu übersetzen.
Synergien durch technologische Kombinationen
Ein zentraler Ansatz von Seaworthy Collective ist die Förderung von Lösungen, die durch ihre Kombination einen Multiplikatoreffekt erzielen. Ein konkretes Beispiel, das Kleinman anführt, ist die Verbindung von Austern-Aquakultur mit schwimmenden Photovoltaikanlagen, sogenannten Floating PV-Systemen. Diese Kopplung bietet gleich mehrere Vorteile: Die Aquakultur filtert Schadstoffe aus dem Wasser, während die Solaranlagen zuverlässige Energie erzeugen. Gleichzeitig sorgt die Beschattung für eine Kühlung der darunterliegenden Wasserschichten, was den Korallenriffen zugutekommt und die allgemeine Widerstandsfähigkeit gegen Stürme stärkt.
Erfolge bei der Startup-Förderung
In den vergangenen sechs Jahren hat die Organisation dazu beigetragen, den Standort Miami als Hub für BlueTech zu etablieren. Bisher wurden 57 Startups und über 110 Unternehmer begleitet, die in dieser Zeit insgesamt mehr als 40 Millionen US-Dollar durch Zuschüsse und Investitionen gewinnen konnten. Ein Beispiel für die praktizierte Innovation ist das Startup PhytoFlora. Das Unternehmen entwickelt schwimmende Feuchtgebiete, die als Plattformen für den Pflanzenanbau dienen. Diese Anlagen tragen dazu bei, Nährstoffüberschüsse in Gewässern auf natürliche Weise zu reduzieren und bieten gleichzeitig eine ästhetische sowie ökologische Alternative zu herkömmlichen, teils chemisch behandelten Seen in der Region Südfloridas.
Ausblick auf die BlueTech-Entwicklung
BlueTech umfasst Innovationen, die sowohl den offenen Ozean als auch Binnengewässer betreffen. Laut Kleinman bietet insbesondere Südflorida aufgrund der regionalen Dringlichkeit mariner Herausforderungen ein enormes Potenzial für die Entwicklung solcher Technologien. Die Organisation sieht in der unternehmerischen Herangehensweise einen Schlüssel, um ökologische Notwendigkeiten in dauerhafte, wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu transformieren.