Spanien: Erheblicher Rückgang der Wasservorräte in Stauseen
Spanische Stauseen verlieren binnen einer Woche fast 1.000 Kubikhektometer Wasser. Hitze und Niederschlagsmangel setzen die Reserven unter Druck.

In den vergangenen sieben Tagen verzeichneten die spanischen Stauseen einen signifikanten Wasserverlust. Insgesamt sank das gespeicherte Volumen um 969 Kubikhektometer auf einen Füllstand von 69,6 Prozent. Besonders stark betroffen ist das Einzugsgebiet des Ebro, das einen Rückgang von 3,3 Prozentpunkten hinnehmen musste. Auch in den Regionen Cantábrico Oriental und Duero wurden deutliche Verluste dokumentiert.
Extremer Hitze und Niederschlagsmangel als Ursache
Als Hauptursache für die schwindenden Reserven identifiziert der spanische Wetterdienst AEMET die extremen klimatischen Bedingungen. Die Monate Juni und Juli 2026 waren die wärmsten seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Da in der untersuchten Woche nahezu keine Niederschläge fielen und die Verdunstungsraten durch anhaltende Hitzewellen stiegen, wuchs der Druck auf die Wasserversorgung. In Gijón beispielsweise wurde lediglich eine Niederschlagsmenge von 2,9 Litern pro Quadratmeter gemessen.
Regionale Unterschiede und Gesamtsituation
Trotz des raschen Rückgangs bleibt die Wasserversorgung in weiten Teilen des Landes stabil. Die Gesamtreserven übertreffen aktuell sowohl die Werte des Vorjahreszeitraums als auch das Zehnjahresmittel. Während im Baskenland die Speicherstände mit 85,7 Prozent weiterhin hoch sind, zeigt sich im Einzugsgebiet des Segura mit 55,3 Prozent eine deutlich angespanntere Lage. Technische Maßnahmen, wie die Erhöhung bestehender Staudämme, tragen laut Bericht zur Abmilderung der Situation bei, ohne dabei neue Flächen zu versiegeln.
Notwendigkeit nachhaltiger Strategien
Der aktuelle Wasserverlust unterstreicht die hohe Sensibilität der spanischen Wasserinfrastruktur gegenüber klimatischen Extremereignissen. Um künftige Dürreperioden abzufedern, setzen Experten und Entscheidungsträger auf eine konsequente Weiterentwicklung zukunftsorientierter Strategien im Wassermanagement. Eine nachhaltige Klimapolitik gilt dabei als entscheidender Faktor, um die langfristige Versorgungssicherheit auch unter veränderten klimatischen Bedingungen zu gewährleisten.
Quelle: https://www.mallorca-services.es/spanische-stauseen-dramatischer-wasserverlust-trotz-guter-gesamtsituation/