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Steigende Kosten durch Netzengpassmanagement und EEG-Ausbau

Debatte über steigende Netzentgelte und EEG-Kosten: Bundesnetzagentur beziffert Ausgaben für Netzengpassmanagement 2025 auf über 3 Milliarden Euro.
Steigende Kosten durch Netzengpassmanagement und EEG-Ausbau

Bei einer Anhörung des bayerischen Wirtschaftsausschusses zum geplanten Netzpaket und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2027 stand die wirtschaftliche Belastung durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie im Mittelpunkt. Diskutiert wurden dabei unter anderem Zahlen der Bundesnetzagentur zur Entwicklung des Netzengpassmanagements in Deutschland.

Kosten für das Netzengpassmanagement

Die Bundesnetzagentur gibt die Kosten für das sogenannte Netzengpassmanagement im Jahr 2025 mit rund 3,07 Milliarden Euro an, was eine Steigerung gegenüber den 2,95 Milliarden Euro im Jahr 2024 darstellt. Das Management umfasste im vergangenen Jahr rund 30,3 Terawattstunden. Den größten Teil dieser Aufwendungen verursachte der Redispatch konventioneller Kraftwerke, um Netzüberlastungen zu vermeiden. Zusätzlich fielen für die Entschädigung von Betreibern bei der Abregelung von Ökostrom im Jahr 2025 Kosten in Höhe von etwa 433 Millionen Euro an. Diese Kosten werden über die Netzentgelte finanziert.

Regionale Unterschiede bei Abregelungen

Die Belastung durch Abregelungen variiert regional stark. In Bayern entfielen im Jahr 2024 rund 986 Gigawattstunden auf abgeregelte Solarstrommengen, was etwa 71 Prozent der gesamten bundesweiten PV-Abregelung entspricht. Dies führte in Bayern zu Entschädigungszahlungen von rund 165 Millionen Euro. In den norddeutschen Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die einen Schwerpunkt bei der Windkraft bilden, beliefen sich die Entschädigungskosten 2025 auf rund 120 Millionen Euro beziehungsweise 54 Millionen Euro.

Ausblick auf EEG 2027

Der aktuelle Entwurf für das EEG 2027 sieht für neu geförderte Anlagen im Zeitraum von 2027 bis 2032 ein Finanzvolumen von rund 12,8 Milliarden Euro vor. Zudem sind für diesen Zeitraum zusätzliche Wind-Ausschreibungen mit einem Umfang von 12 Gigawatt geplant. Während Befürworter den Ausbau als essenziell für die Energiewende erachten, äußerten Sachverständige und Branchenvertreter in der Anhörung Bedenken hinsichtlich der Effizienz des weiteren Zubaus an Standorten mit hoher Netzbelastung.

Quelle: Journalistenwatch

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