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Thailand: Fehlender Rechtsrahmen bremst Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Thailand verfügt über Kapital und Technologie, doch ein fehlender Rechtsrahmen behindert den Klimaschutz. Das geplante Klimaschutzgesetz soll Abhilfe schaffen.

The Nation Thailand

Während Thailand über die notwendigen finanziellen Ressourcen und technologischen Kapazitäten für einen nachhaltigen Umbau seiner Wirtschaft verfügt, stellt ein unzureichender Rechtsrahmen die größte Hürde für den Klimaschutz dar. Dies war das zentrale Ergebnis des dritten Nation Visionary Club Roundtables am 15. September 2026, bei dem Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Dringlichkeit regulatorischer Reformen debattierten.

Regulierung als zentrales Hindernis

Im Mittelpunkt der Kritik steht das Fehlen einer kohärenten gesetzlichen Architektur. Wirtschaftsvertreter warnten davor, dass insbesondere regulatorische Unklarheit Innovationen erstickt, da proaktive Unternehmen durch die mangelnde Rechtssicherheit benachteiligt werden. Experten forderten zudem, ökologische Sicherheit künftig wie nationale Sicherheit zu behandeln, um beispielsweise Konflikte um Ressourcen wie Wasser in Industrieregionen effektiver zu lösen.

Klimaschutzgesetz als notwendiger Schritt

Ein Hoffnungsträger für die dringend benötigte rechtliche Basis ist das geplante Klimaschutzgesetz, dessen Entwurf derzeit vom Council of State geprüft wird und im kommenden Jahr in Kraft treten soll. Das Gesetz sieht die Einführung verschiedener CO2-Preisinstrumente vor, darunter ein Emissionshandelssystem, eine CO2-Steuer sowie Zertifikate. Die Einnahmen daraus sollen in einen Klimafonds fließen, der insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen soll. Ein zentraler Mechanismus hierfür könnte eine Fond-in-Fond-Struktur in Zusammenarbeit mit Geschäftsbanken sein.

Notwendigkeit einer integrierten Strategie

Neben der gesetzlichen Verankerung kritisierten die Teilnehmer den Mangel an integrierten Daten. Da über 50 Behörden allein im Bereich Wassermanagement agieren, ohne ihre Daten abzugleichen, fehlen zuverlässige Grundlagen für eine klimaresiliente Infrastruktur. Experten fordern daher einen schnellen Ausbau von Überwachungs- und Verifizierungskapazitäten sowie eine stärkere Einbindung junger Generationen in die Ausgestaltung der Klimapolitik, um eine generationenübergreifende Gerechtigkeit sicherzustellen.

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