Ulanqab eröffnet Chinas größten Industriepark für Künstliche Intelligenz
Ulanqab eröffnet Chinas größten KI-Industriepark. Die Anlage nutzt Wind- und Solarenergie für den Betrieb massiver KI-Rechenzentren.

In der Stadt Ulanqab in der Autonomen Region Innere Mongolei ist in der vergangenen Woche Chinas bislang größter Industriepark für Künstliche Intelligenz (KI) in Betrieb genommen worden. Das Projekt dient als zentraler Knotenpunkt für den wachsenden Sektor der KI-Rechenzentren und nutzt die spezifischen geografischen und klimatischen Vorteile der Region, um massive Rechenkapazitäten effizient zu betreiben.
Welche Bedeutung hat die Standortwahl für den Betrieb?
Die Region Ulanqab zeichnet sich durch ein hohes Aufkommen an Wind- und Solarenergie sowie durch vergleichsweise niedrige Temperaturen aus, was den Energiebedarf für die Kühlung der Rechenzentren reduziert. Zudem profitiert der Standort von kostengünstigem Land und günstigen Strompreisen. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass sich in der pastoral geprägten Region in den vergangenen Jahren zahlreiche Rechenzentren angesiedelt haben. Ein weiterer Vorteil ist die relative Nähe zu großen urbanen Zentren wie Peking, was die Latenzzeiten bei der Datenübertragung optimieren soll.
Wie ist der neue Industriepark technologisch aufgestellt?
Das Kernstück des neuen Parks bildet der Envision Galaxy Campus der Envision Group, ein KI-Rechenzentrum mit einer Fläche von 120.000 Quadratmetern. Betreiberangaben zufolge integriert die Zwei-Gigawatt-Anlage erneuerbare Energien und ein intelligentes Strommanagement, um eine hochdichte Rechenleistung zu ermöglichen. Das Unternehmen bezeichnet das Projekt als ein Rechenzentrum mit der weltweit größten Token-Durchsatzrate, wobei die direkte Kopplung von Erzeugung und Verbrauch eine zentrale Rolle einnimmt.
Welche Rolle spielt die nationale Strategie?
Das Projekt ist in Chinas staatliche Strategie East Data, West Computing eingebettet. Ziel dieser Initiative ist es, rechenintensive IT-Infrastrukturen in ländliche Gebiete mit günstigerer Energieversorgung zu verlagern, um die Belastung in wirtschaftsstarken Ballungszentren zu senken. Während die chinesische Regierung Ulanqab als Modell für eine effiziente, planwirtschaftlich organisierte Energie- und Industrieinfrastruktur hervorhebt, gibt es international vereinzelte kritische Stimmen, die die operative Effizienz solcher räumlichen Trennungen zwischen Rechenzentren und Endnutzern hinterfragen. Dennoch dient die Anlage als Referenz für die geplante Erweiterung auf insgesamt acht ländliche Hubs, die Chinas Ambitionen als regionaler Anbieter von Rechenleistung weiter stärken sollen.
Quelle: https://www.breitbart.com/asia/2026/08/10/china-debuts-its-largest-ai-industrial-park/