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Vattenfall gibt Startschuss für Batteriespeicherprojekt in Brunsbüttel

Vattenfall baut in Brunsbüttel einen 254 MW/1.000 MWh Batteriespeicher. Die Anlage am ehemaligen Kernkraftwerksstandort soll bis Ende 2028 in Betrieb gehen.

Microgrid Media

Vattenfall realisiert ein bedeutendes Großprojekt zur Stärkung der Netzstabilität: Am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks in Brunsbüttel entsteht ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 254 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 1.000 Megawattstunden (MWh). Das Unternehmen hat hierfür nun die finale Investitionsentscheidung getroffen und damit den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase vollzogen.

Optimierte Kapazitäten für die Energiewende

Im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen aus dem Jahr 2025 wurde die Speicherkapazität des Projekts deutlich erhöht. Während die Nennleistung bei 254 MW unverändert bleibt, stieg das Speichervolumen um rund 43 Prozent von ursprünglich geplanten 700 MWh auf nun 1.000 MWh. Dies ermöglicht eine Betriebsdauer von etwa vier Stunden bei voller Leistung. Mit diesem Schritt festigt der Energieversorger sein Portfolio im Bereich der flexiblen Stromspeicher.

Nachnutzung bestehender Infrastruktur

Ein wesentlicher Vorteil des Standorts Brunsbüttel liegt in der vorhandenen elektrischen Infrastruktur. Das ehemalige Kernkraftwerksgelände verfügt bereits über eine Anbindung an das 380-Kilovolt-Hochspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz. Die Nutzung solcher Bestandsstandorte für neue Speichertechnologien ist ein zentraler Baustein, um den Netzausbau effizient zu gestalten und die Integration erneuerbarer Energien zu fördern. Vattenfall plant zudem die Errichtung eines neuen Umspannwerks, um die Anbindung des Batteriesystems an das Übertragungsnetz optimal zu gewährleisten.

Zeitplan und nächste Schritte

Nach der erfolgten Investitionsentscheidung liegt der Fokus nun auf dem Bau des Speichers und des neuen Umspannwerks sowie der technischen Inbetriebnahme. Das ehrgeizige Ziel ist die vollständige Aufnahme des Betriebs bis Ende 2028. Weitere Details, etwa zur genauen Batterietechnologie oder den beauftragten Lieferanten, wurden im Zuge der Bekanntgabe bisher nicht veröffentlicht. Das Projekt gilt als der bislang größte Batteriespeicher im Portfolio von Vattenfall.

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