Für deutsche Strom- und Gaskunden könnten in naher Zukunft spürbare Preiserhöhungen anstehen. Nach Einschätzungen des Vergleichsportals Verivox ist mit einem Anstieg der Energiekosten zu rechnen, wobei erste Anzeichen bereits im Markt für Neukunden beobachtet werden können.
Mechanismen der Preisbildung
Die Sorge um steigende Tarife begründet sich unter anderem in der Funktionsweise der Strompreisbildung. Hierbei wird der Preis maßgeblich durch das jeweils teuerste zur Stromerzeugung eingesetzte Kraftwerk bestimmt, das zur Deckung der aktuellen Nachfrage benötigt wird. Da in vielen Fällen konventionelle Kraftwerke diesen Grenzwert setzen, wirken sich steigende Energiekosten direkt auf den Endkundenpreis aus.
Aktuelle Marktsituation
Erste Signale für diese Entwicklung zeigen sich in den Tarifen für Neukunden. Nach Angaben des Portals liegt der Strompreis für diese Gruppe derzeit bundesweit bei rund 31 Cent je Kilowattstunde. Sollten sich die zugrunde liegenden Kostenstrukturen am Markt weiter verteuern, müssten Haushalte mit entsprechenden Anpassungen rechnen. Die Prognose unterstreicht die Sensibilität des Marktes für die zugrunde liegende Preisbildung der Kraftwerkseinsätze.
